Mehr als 80.000 Freiwillige benötigt

Ein Land sucht seine Wahlhelfer

Hannover - Mehr als 80.000 Niedersachsen werden als ehrenamtliche Helfer für die vorgezogene Landtagswahl gebraucht. Die Kommunen sind derzeit mit Hochdruck dabei, die Helfer für den Urnengang am 15. Oktober nur drei Wochen nach der Bundestagswahl zu werben. In den Rathäusern geht man davon aus, dass genügend Freiwillige gefunden werden. Die Verantwortlichen hoffen, ohne Zwangsverpflichtungen auszukommen.

„Wir brauchen Wahlhelfer, um den Ablauf der Wahl zu garantieren. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Demokratie“, heißt es von der Geschäftsstelle der Landeswahlleitung. „Interessierte Helfer sollten sich bei der jeweiligen Gemeinde melden“, sagte Landeswahlleiterin Ulrike Sachs der „Braunschweiger Zeitung“ (Mittwoch). „Momentan sind alle dabei zu schauen, inwieweit die Wahlhelfer, die schon für den ursprünglichen Landtagswahltermin im Januar zugesagt hatten, jetzt schon zur Verfügung stehen.“

Auch in der Landeshauptstadt Hannover hat die Suche nach den rund 3900 dort benötigten Helfern begonnen. „Seit einer Woche laufen die Vorbereitungen zur Landtagswahl auf Hochtouren“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. „Bisher haben wir es sehr gut hinbekommen, Wahlhelfer rechtzeitig zu finden“, so Dix. „Wir hoffen das trotz der kürzeren Vorbereitungszeit auch zur diesjährigen Landtagswahl hinzubekommen und werden noch stärker dafür werben, dass sich Bürgerinnen und Bürger als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zur Verfügung stellen.“

„Wir haben im Stadtgebiet 115 Wahlbezirke, dazu kommen 17 Briefwahlbezirke“, sagte Uwe Schmidt, Leiter des Wahlbüros der Stadt Osnabrück. „Für jeden Bezirk brauchen wir allein acht freiwillige Wahlhelfer, insgesamt also mehr als 1000“, so Schmidt. „In den vergangenen Jahren lief es ganz gut, aber diesmal ist es nicht nur wegen des kurzen Vorlaufs extrem schwierig. Der 15. Oktober ist der letzte Tag der Herbstferien, da sind viele noch im Urlaub“, erklärte er. „Wir sind aber optimistisch, dass es noch klappt. Ich gehe davon aus, dass wir nicht mit Zwangsverpflichtungen arbeiten müssen.“

Göttingen auf einem guten Weg

Auch in Göttingen sind die Verantwortlichen guten Mutes. „Wir brauchen insgesamt etwa 1100 Wahlhelfer und sind zuversichtlich, diese auf dem Weg der freiwilligen Mitarbeit zu finden“, sagte Stadtsprecher Detlef Johannson.

Gesucht wird auch an der Küste. „Wir brauchen ungefähr 220 Helfer für die 31 Wahllokale in Leer“, sagte Stadtsprecherin Birgit Hingst-Lübben. „Es ist diesmal nicht ganz einfach“, betonte sie. „Das liegt an der Kurzfristigkeit und daran, dass der Sonntag gewissermaßen der letzte Herbstferientag ist“, meinte sie. „Dennoch sind wir optimistisch, dass es ohne Zwangsverpflichtungen klappt.“

Lüneburg braucht rund 660 ehrenamtliche Helfer für die etwa 60 Wahllokale. „Wahlhelfer und -helferinnen leisten eine wichtige ehrenamtliche Aufgabe“, sagte Gemeinde- und Kreiswahlleiter Markus Moßmann. „Ohne sie kann unsere Demokratie nicht funktionieren - dabei ist der zeitliche Aufwand wirklich überschaubar und es wird auch niemand mit der neuen Aufgabe allein gelassen“, warb er.

Braunschweig sieht sich gut gerüstet. „Wir benötigen für die Wahl rund 2000 Frauen und Männer“, sagte Stadtsprecher Rainer Keunecke. „Wir fragen jetzt aus unserem Pool von etwa 4000 Helfern kurzfristig ab, wer am 15. Oktober zur Verfügung steht“, so Keunecke. „Wir sind guter Dinge, genug Helfer zu finden. Viele melden sich seit dem Tag der Bekanntgabe des Wahltermins bei uns und wollen mitmachen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Diese drei Eintöpfe sind die Antwort auf den Winter

Diese drei Eintöpfe sind die Antwort auf den Winter

So werden Maronen im Backofen zubereitet

So werden Maronen im Backofen zubereitet

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Normen für die Finanzberatung: Ein Vorteil für Verbraucher?

Normen für die Finanzberatung: Ein Vorteil für Verbraucher?

Meistgelesene Artikel

Niedersachsens Metall-Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn

Niedersachsens Metall-Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn

Wieder Probleme im Atomkraftwerk Grohnde

Wieder Probleme im Atomkraftwerk Grohnde

Eifersuchtsdrama endet tödlich - Angeklagter gesteht

Eifersuchtsdrama endet tödlich - Angeklagter gesteht

IG Metall kündigt Warnstreiks in Niedersachsens Metallindustrie an

IG Metall kündigt Warnstreiks in Niedersachsens Metallindustrie an

Kommentare