Vor GroKo-Abstimmung

SPD in Niedersachsen nimmt rund 1200 neue Mitglieder auf

Hannover - Niedersachsens SPD registriert verstärkt Eintritte neuer Mitglieder nach dem knappen Parteitagsvotum für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen.

„Wir hatten bis vergangene Woche 1100 Eintritte, seitdem dürften aber noch weit über hundert dazu gekommen sein“, schätzte am Dienstag der niedersächsische SPD-Sprecher Axel Rienhoff. Genaue Zahlen sollen erst am Abend vorliegen.

Hintergrund könnte zum Teil der recht knappe Ausgang der Parteitagsabstimmung mit nur 56,4 Prozent Ja-Stimmen sein. Jusos und andere GroKo-Gegner haben dazu aufgerufen, in die Partei einzutreten und dann mit Nein bei einer parteiinternen Abstimmung im Falle eines Koalitionsvertrages zu stimmen. Allerdings sieht Rienhoff in der Masse kaum Hinweise auf ein derart strategisches Verhalten.

Zum einen seien fast alle Altersgruppen bei den Neumitgliedern vertreten, zum anderen gebe es auch unterschiedliche Mitgliedsbeiträge. Rienhoff: „Das ist für mich ein klares Indiz, dass auch Herzensblut dabei ist, denn sonst würde ich ja nicht deutlich mehr als nur den Mindestbeitrag zahlen.“ Er vermutet einen sogenannten „Ruck-Moment“ hinter den Eintritten, bei der eine „Jetzt-erst-Recht“-Mentalität eine tragende Rolle spiele. 

Insgesamt hat die niedersächsische SPD knapp 58.000 Mitglieder, nachdem es im Vorjahr rund 3500 neue Mitglieder gab. „Das war mit Blick auf die Neumitglieder ein sehr gutes Jahr“, sagte der SPD-Sprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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