Städte gut vorbereitet

Trotz Kälte noch freie Plätze in Notunterkünften für Obdachlose

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Dimitar (31) aus Bulgarien und seine Freundin Alex (41) aus Ungarn essen und übernachten unter einer Brücke beim Hannoveraner Hauptbahnhof. Viele Obdachlose übernachten auch bei eisigen Temperaturen auf der Straße.

Hannover - Die Städte sehen sich bei Hilfsprogrammen für Bedürftige gut auf die Kälte vorbereitet. Sie versprechen, dass alle Menschen, die möchten, einen warmen Schlafplatz erhalten. Doch einige Obdachlose haben andere Lösungen gefunden.

Trotz der eisigen Temperaturen melden viele Städte in Niedersachsen, dass sie noch freie Übernachtungsplätze für Obdachlose haben. In Osnabrück sind 35 der 75 Plätze der Notschlafstelle noch frei. „Bei uns sind im Winter viel mehr Plätze frei als im Sommer“, sagte die Leiterin Soziales der Stadt, Karin Heinrich. „Wenn es so kalt ist, kommen wohl mehr Leute bei Freunden unter.“ 

In Hannover gibt es zwar noch mehrere freie Schlafplätze für Frauen und Familien, aber die meisten Plätze für Männer sind in der Landeshauptstadt belegt. Doch Stadtsprecherin Michaela Steigerwald beschwichtigt: „Bei dieser Kälte weisen wir niemanden ab. Sollten alle Plätze belegt sein, dann bringen wir sie in anderen Unterkünften unter.“

Mehr Plätze in Braunschweig

Auch Braunschweig fühlt sich gut vorbereitet. Dort sind in Notunterkünften zehn Plätze mehr frei als im Vorjahr. „Vielleicht sind mehr Plätze frei, weil wir vielen Leuten helfen, dass sie gar nicht erst auf der Straße landen“, sagte ein Stadtsprecher. Wenn Braunschweiger ihre Miete nicht mehr bezahlen können, würde die Stadt manchmal in Vorleistung gehen und die Leute könnten später bezahlen. 

Eine obdachlose Frau hält eine warme Mahlzeit des Johanniter-Kältebus in den Händen. Der Kältebus fährt in Hannover regelmäßig im Winter durch die Innenstadt und gibt Bedürftigen warmes Essen, Getränke und Kleider.

Viele Städte und Wohlfahrtsvereine bieten Hilfe an - sie öffnen Bahnstationen oder andere öffentliche Einrichtungen rund um die Uhr oder bieten Obdachlosen warme Mahlzeiten an. In Hannover etwa fährt der Kältebus der Johanniter regelmäßig im Winter durch die Innenstadt und gibt Bedürftigen warmes Essen, Getränke und Kleider. 

In Bremen verteilen sogenannte Suppenengel mit dem Fahrrad Suppen, heiße Getränke, Salate und Bratwürste. Der Geschäftsführer des Vereins, Peter Valtink sagte: „Klassisch kommen Obdachlose, aber auch alleinerziehende Mütter, Menschen aus osteuropäischen Ländern und Rentner.“ 

Am Ende des Monats kämen meist mehr Menschen, denn dann werde das Geld knapp. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Bedürftigen in Bremen erhöht. Rund ein Drittel davon sind Frauen.

dpa

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