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Hochwasser 2021: Hunderte Landwirte helfen Flutopfern

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Das THW und mehr als 200 Landwirte machten sich in den vergangenen Tagen auf den Weg in die Gebiete der Flut-Katastrophe. Ihr Ziel: Den Hochwasser-Opfern helfen.

Hannover – Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen sind schockierend. Auch Bayern und Sachsen wurden mittlerweile von einer Unwetter-Katastrophe eingeholt. Mindestens 150 Menschen starben, hunderte gelten als vermisst. Der Regen hat große Flächen Deutschlands regelrecht geflutet und Dörfer zu stützenden Flüssen werden lassen. In all dem Chaos beweist sich eine Berufsgruppe als echte Katastrophen-Schützer: Landwirtinnen und Landwirte. Mehrere hundert von ihnen sind in die betroffenen Gebiete gefahren und leisten einen großen Beitrag zum Eindämmen der Katastrophe.

Landwirte helfen in Hochwassergebieten

Auch die Protestbewegung „Land schafft Verbindung“ - die normalerweise für Rechte von Landwirten und den Naturschutz einstehen - unterstützt die betroffenen Regionen. Mindestens 200 Helfer seien daher mit 120 Treckern, Radladern und Lkw auch aus Niedersachsen angerückt – jeden Tag kommen neue dazu. Über soziale Plattformen im Internet organisieren sich die Landwirte, um in den Gebieten zu helfen.

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz:
Viele Landwirte unterstützen die betroffenen Regionen. © dpa/Lino Mirgeler

Das Hochwasser hinterließ in großen Gebieten verheerende Schäden, die Landwirte und weitere landwirtschaftliche Helfer kommen mit ihren Maschinen und helfen, wo es nur geht bei den Aufräumarbeiten. Teilweise sind die Landwirte selbst betroffen und kämpfen um ihre Höfe und ihre Existenz. Sie evakuieren die betroffenen Menschen mit ihren Traktoren mit Anhängern aus den überfluteten Gebieten wo andere Fahrzeuge keine Chance mehr hätten.

Protestbewegung„Land schafft Verbindung“
Gründungjahr2019
Mitglieder40.000

„Derzeit sind aus Bayern 50 arbeitswütige Landwirtschaftshelfer im Reisebus unterwegs“, sagt Gartenbauunternehmer Willi Hartmann. „Wir hoffen, dass wir keine weiteren Leichen finden“, so Hartmann. Er befürchte jedoch, dass es durchaus dazu kommen könnte. Bis zum Eintreffen der Bauern hätten die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren die Situation alleine bewältigen müssen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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