Erlöse steigen um acht Prozent

Niedersachsen steigert den Holz-Export

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Holz liegt zum Abtransport bereit.

Hannover - Niedersachsen hat seinen Holz-Export ins Ausland im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent auf 540.000 Tonnen gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich um acht Prozent auf 123,3 Millionen Euro.

Das berichtet das Landesamt für Statistik (LSN) in Hannover in seinem aktuellen Monatsheft. Die Hauptabnehmerländer für ganze Stämme sowie gesägte Bretter und Balken aus Niedersachsen waren die Niederlande, Belgien, die Vereinigten Arabischen Emirate, China und Saudi Arabien. Zugleich hat Niedersachsen rund 470.000 Tonnen Holz importiert, vorwiegend aus Schweden, der Ukraine, Weißrussland und Russland. 

Niedersachsen ist im Bundesvergleich gering bewaldet

Insgesamt hat Niedersachsen im vergangenen Jahr mit weltweit 86 Ländern Holzhandel betrieben. Beim Holzmarkt könne man Niedersachsen nicht isoliert betrachten, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Manfred Böhling. Zum einen werde ein erheblicher Teil des hier geernteten Holzes außerhalb des Bundeslandes gesägt und verarbeitet. Zum anderen seien in Deutschland generell Importe erforderlich, weil der Bedarf der Holzwirtschaft nicht durch die heimische Produktion gedeckt werde. 

Der Holzeinschlag in Niedersachsen betrug im vergangenen Jahr etwa 4,1 Millionen Kubikmeter. Er lag damit geringfügig unter den Mengen der vergangenen Jahre. Die Holzernte entspricht einem Anteil von 7,8 Prozent am gesamten deutschen Holzeinschlag. Landesweit gibt es nach Angaben des LSN rund 10.500 Quadratkilometer Wald. Das entspreche einem Anteil von gut 22 Prozent an der Landesfläche. Damit ist Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern nur gering bewaldet. Deutschlandweit beträgt der Anteil der Waldfläche fast 31 Prozent. 

Deutlicher Preisanstieg seit der Jahrtausendwende

In Niedersachsen wird mehr als die Hälfte (57 Prozent) des geschlagenen Holzes als sogenanntes Vollholz oder als Schnittholz genutzt. Knapp ein Drittel wird als Industrieholz zerkleinert und chemisch aufgeschlossen, etwa für die Papierherstellung. Die restlichen zwölf Prozent werden als Energieholz verfeuert. 

Bei den in Niedersachsen geschlagenen Holzarten lagen Fichten, Tannen und Douglasien mit zusammen rund 1,45 Millionen Kubikmetern knapp vor Kiefern und Lärchen (1,44 Kubikmeter) und Buchen (eine Million Kubikmeter). Von langsam wachsenden Eichen und Roteichen wurden 187.000 Kubikmeter geerntet. 

Vor allem Eichenholz sei zuletzt immer teurer geworden, berichtete das Landesamt. Die Preise sind seit der Jahrtausendwende um mehr als 70 Prozent gestiegen. Die anderen Holzarten verteuerten sich im selben Zeitraum im Schnitt um etwa 40 Prozent. Dass auch Waldflächen zuletzt immer teurer geworden sind, liegt nach Angaben des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen aber nicht nur an den Holzpreisen. Die Entwicklung sei vielmehr auch auf den allgemeinen Run von Geldanlegern auf Sachwerte zurückzuführen. Der mittlere Kaufpreis für einen Hektar Wald betrug nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2015 rund 12.900 Euro, 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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