Mehr arbeitslose Ausländer

Niedersachsen startet mit Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent ins Jahr

Hannover - Saisonal bedingt ist die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen im Januar gestiegen. Im ersten Monat des neuen Jahres waren nach Angaben der Arbeitsagentur vom Dienstag 263.467 Männer und Frauen ohne Job - 6,9 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,2 Prozent - im Dezember 2016 lag sie noch bei 5,8 Prozent. Allgemein gilt der Jahresauftakt als eine eher schwache Periode für die Arbeitslosenbilanz. Als Grund für die wintertypische Flaute am Arbeitsmarkt wird unter anderem das frostige Wetter gesehen. „Witterungsbedingt schränkten einige Außenberufe zuletzt ihre Tätigkeiten ein; das trifft Männer stärker als Frauen", sagte Bärbel Höltzen-Schoh, die neue Geschäftsführerin der zuständigen Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. 

Tätigkeiten im Freien wie auf dem Bau, in der Land- und Gartenwirtschaft, ruhen teils witterungsbedingt. Hinzu kommt das Auslaufen befristeter Verträge - wie etwa im Handel für das Weihnachtsgeschäft. 

Dynamik an Kraft verloren

Trotz anhaltendem Fachkräftebedarfs habe der Schwung auf dem Arbeitsmarkt zuletzt etwas an Dynamik verloren. Aktuell werden viele geflüchtete Menschen durch Förderkurse auf den Arbeitsmarkt vorbereitet; sie zählen aber noch nicht als arbeitslos, sondern als „unterbeschäftigt". Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg im Januar auf 61.558 - das waren 20,5 Prozent mehr als im Januar 2016. 

Regional entwickelt sich die Arbeitslosigkeit im Land unterschiedlich. Besonders niedrig ist die Arbeitslosenquote mit 3,9 Prozent im Agenturbezirk Nordhorn. Auch Osnabrück, Nienburg-Verden (beide 5,1 Prozent), Vechta (5,2 Prozent), Lüneburg-Uelzen, Helmstedt (beide 5,5) und Stade (5,6) liegen unter dem Landesschnitt. In Bremen, dem kleinsten deutschen Bundesland, beträgt der Anteil der Arbeitslosen 10,5 Prozent.

Rubriklistenbild: © dpa

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