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Laut Statistik: Öfter schwere Corona-Verläufe bei Ungeimpften

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Von: Yannick Hanke

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Eine Person liegt auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus in Hannover.
Eine in der Region Hannover erhobene Statistik hat ergeben, dass eine Corona-Infektion bei Ungeimpften zu deutlich schwereren Verläufen führt, als es bei Geimpften der Fall ist. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Impfen gilt als höchste Gut im Kampf gegen Corona. Das macht auch eine Statistik aus Hannover deutlich. Corona-Verläufe fallen bei Ungeimpften deutlich schwerer aus.

Hannover – Das Coronavirus stellt seit rund zwei Jahren die Lebensrealität dar. Das öffentliche Leben kann nur eingeschränkt stattfinden, FFP2-Schutzmasken sind zur Normalität geworden. Um einen Zustand wie vor der Pandemie zu erreichen, wird geimpft, was das Zeug hält. Wissenschaftlich wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen zwar nicht vor einer Corona-Infektion schützen, aber schwere Verläufe so gering wie möglich halten. Eine Statistik aus Hannover verdeutlicht dies nun.

Corona-Statistik aus der Region Hannover: Geimpfte mit deutlich weniger schweren Verläufen als Ungeimpfte

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) greift hierfür aktuelle Daten der Regionsverwaltung Hannover auf. Der Statistik zufolge waren Ungeimpfte 2021 bei Corona-Verläufen in Kliniken in der Region Hannover gegenüber Geimpften deutlich schwerer betroffen.

Einerseits hätten Geimpfte im Durchschnitt bei einer Corona-Infektion seltener im Krankenhaus behandelt werden müssen. Und andererseits seien auch die Behandlung sowie die Behandlungsdauer im durchschnittlichen Vergleich deutlich kürzer gewesen, als es bei ungeimpften, mit Corona infizierten Menschen der Fall gewesen ist.

Impfungen gegen das Coronavirus lässt die Zahl der Todesfälle in der Region Hannover schrumpfen

Die Statistik aus Hannover, der Landeshauptstadt von Niedersachsen, verweist auch darauf, dass Impfungen vor der Überlastung der Gesundheitssysteme schützen und maßgeblich dazu beitragen, den Verlauf der Pandemie zu mildern. In diesem Kontext wird mit konkreten Zahlen gearbeitet, welche von der HAZ aufgegriffen werden.

Im April 2021 hätte es in der Region Hannover noch 75 Corona-Tote bei rund 7000 Neuinfektionen gegeben. Demgegenüber stehen „nur“ 25 Todesfälle bei über 8500 Neuinfektionen im Dezember 2021. Werte, die dem zuständigen Gesundheitsamt der Region Hannover übermittelt worden seien. Und eine Entwicklung, die aus der gestiegenen Zahl an Impfungen resultieren würde.

Corona-Patienten in der Region Hannover: Fast 60 Prozent sind ungeimpft gewesen

Doch damit nicht genug der Zahlen, die eine Entwicklung beziehungsweise einen Trend abbilden. Zwischen dem 1. September 2021 und dem 29. Dezember 2021 habe es insgesamt 483 Patienten in Regionskliniken gegeben, die nachweislich wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Deren Behandlung sei mittlerweile wieder beendet. Zudem lägen für diese einstigen Patienten vollständige Informationen über den jeweiligen Impfstatus vor. 59,8 Prozent dieser Personen, fast alle älter als 18 Jahre, seien ungeimpft gewesen. Es müsse aber auch miteinbezogen werden, dass nur etwa 20 Prozent der über 18-Jährigen in der Gesamtbevolkerung ungeimpft seien.

Daraus würde sich ergeben, dass der Anteil der ungeimpften Personen im Krankenhaus dreimal so hoch sei wie in der Gesamtbevölkerung.

Ungeimpfte Corona-Patienten in der Region Hannover liegen deutlich länger auf der Intensivstation als Geimpfte

Zudem hätten 16,6 Prozent der ungeimpften Patienten während ihrer Behandlung im Krankenhaus zwischenzeitlich auf eine Intensivstation verlegt werden müssen. Zum Vergleich: Bei den geimpften Patienten habe sich dieser Wert auf „lediglich“ 13,4 Prozent belaufen.

Mit Blick auf die 106 Personen, die sich noch immer in stationärer Behandlung befinden würden, ergebe sich folgendes Bild: Die Zahl der ungeimpften Personen überwiegt auch in dieser Hinsicht, sie machen 62,3 Prozent der Fälle aus. Und auch die Verweildauer auf den Intensivstationen in der Region Hannover sei bei Ungeimpften deutlich länger als bei bereits geimpften Menschen.

Hierbei gelte es, das unterschiedliche Alter von Geimpften und Ungeimpften in den Kliniken miteinzubeziehen. Dem Durchschnittswert zufolge sei jede zweite ungeimpfte und wegen Covid-19 hospitalisierte Personen, die seit September 2021 im Krankenhaus gelegen habe, jünger als 52 Jahre. Der Durchschnittswert der geimpften Personen liege indes bei 75 Jahren.

Impf-Lehren für die Regionsverwaltung Hannover: Impfungen reduzieren Risiko schwerer Corona-Verläufe deutlich

Für die Regionsverwaltung würde feststehen, dass die sich abzeichnenden Tendenzen in der Region Hannover eindeutig seien. Impfungen gegen das Coronavirus sowie die Omikron-Variante reduzierten das Infektionsrisiko und verminderten das Risiko schwerer Verläufe deutlich.

Zudem verkürzen Impfungen die Behandlungszeit in den Kliniken und würden helfen, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Fakten und Zahlen also, die spätestens jetzt zum Impfen animieren sollten. Auch, damit nicht tausende von Impfstoffdosen wie in Niedersachsen entsorgt werden müssen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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