Ab Ende September

Niedersachsens Impfzentren schließen: Jetzt übernehmen mobile Impfteams

Niedersachsens schließt seine Impfzentren Ende September. 135 mobile Impfteams sollen die Arbeit übernehmen – auch die Auffrischungsimpfungen.

Hannover – Die stationären Corona-Impfzentren des Landes Niedersachsen werden Ende September geschlossen – stattdessen gibt es dann 135 mobile Impfteams. Diese sollen ab Oktober die Quote der Corona-Impfungen nach oben treiben und in Alten- und Pflegeheimen mit den Auffrischungsimpfungen beginnen. Niedersachsen trete in eine „neue Phase der Impfkampagne‘“ ein, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag, 7. September 2021 in Hannover. Dazu arbeite man eng mit den Kommunen zusammen, erklärte sie.

Neuinfektionen71,2 (Vortag: 72,5)
Belegung Covid-19 Fälle im Krankenhaus4,0 (Vortag: 3,8)
Covid-19 Intensivbetten4,5% (Vortag: 4,2%)

Neben den Drittimpfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie den Einrichtungen der Eingliederungshilfe sollen die Impfteams auch dezentrale Impfaktionen zur Steigerung der Corona-Impfquote übernehmen – etwa an Schulen und Hochschulen und an belebten Orten wie Bahnhöfen. Bei einem akuten regionalen Infektionsgeschehen würden die Teams, die aus bis zu 12 Personen bestehen, auch in betroffene Regionen geschickt.

Corona in Niedersachsen: 68,7 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft

In Niedersachsen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 68,7 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 63,3 Prozent vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Es seien noch nicht genügend Menschen geimpft, um in einen sicheren Herbst zu starten, mahnte Behrens. Ähnlich wie der Virologe Christian Drosten nehme auch sie eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den Corona-Impfungen in der Bevölkerung wahr.

Die höchste Corona-Inzidenz in Niedersachsen verzeichnen zurzeit die Städte Delmenhorst (156,1) und Salzgitter (145,4). Für ganz Niedersachsen liegt der Wert bei 71,2.

Impfzentren werden geschlossen: Weitere Impfaktionen bis zum 30. September geplant

Bis zur Schließung der 50 Impfzentren am 30. September würden dort noch Zweitimpfungen mit mRNA-Impfstoffen und dezentrale Impfaktionen mit dem Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson angeboten. Weiterhin führen die niedergelassenen Ärzte und viele Betriebsärzte Impfungen durch.

Die neuen Impfteams werden nach Angaben des an die örtlichen Gesundheitsämter angedockt. Der Aufbau der Teams erfolge im Auftrag des Landes, das damit auch den Großteil Kosten trägt. Auch der Bund habe zugesagt, einen Teil der Kosten zu übernehmen. In den stationären Impfzentren und durch die bisher eingesetzten mobilen Teams wurden mehr als 5,6 Millionen Impfungen durchgeführt.

Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen ist am Dienstag im Vergleich zum Vortag minimal zurückgegangen, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag von 72,5 auf 71,2 - so viele Menschen pro 100 000 Einwohnern steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus an. Im kleinsten deutschen Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 115,4 - dies war der höchste Wert unter den Bundesländern.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Bremerhaven hatte mit 227,2 die zweithöchste Inzidenz im bundesweiten Vergleich der Städte und Landkreise. Einen höheren Wert hatte nur die Stadt Leverkusen mit 245,9. Die höchste Inzidenz in Niedersachsen hatten die Städte Delmenhorst (156,1) und Salzgitter (145,4).

Bremerhaven: Reiserückkehrer als Grund für die hohe Fallzahl

Die Stadt Bremerhaven sieht Reiserückkehrer als einen wesentlichen Grund für die hohen Fallzahlen. «Wir gehen davon aus, dass die Hälfte der Infizierten sich im Ausland mit Corona angesteckt hat», sagte der Stadtsprecher. Bei Corona-Tests im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit sei die Infektion dann aufgefallen.

Derzeit gebe es in einem Betrieb in Bremerhaven eine hohe Zahl an Infektionen. Die Hygieneregeln während der Arbeitszeit seien streng, doch während der Freizeit hätten die Beschäftigten viele Kontakte - auch weil einige in Sammelunterkünften lebten. Die Lage in den Krankenhäusern sei zum Glück relativ entspannt.

Auch in Salzgitter: Reiserückkehrer bringen häufig Corona mit

Auch in Salzgitter sind viele Corona-Fälle auf Auslandsreisen zurückzuführen. Mehr als 40 Prozent der Infizierten seien Reiserückkehrer, sagte die Stadtsprecherin. Weitere 20 Prozent seien enge Kontaktpersonen der Reiserückkehrer, die bereits in Quarantäne waren, als die Infektion entdeckt wurde.

Viele andere haben ihre Infektion demnach über einen Schnelltest entdeckt, den sie zum Beispiel vor einem Besuch im Restaurant oder Kino machten. In den beiden Krankenhäusern des Stadtgebiets seien derzeit nur wenige Corona-Patienten. Daher sei die Lage nicht besorgniserregend. (DPA) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

„Zweite Erde“ entdeckt: Forscher beobachten lebensfreundlichen Planet

„Zweite Erde“ entdeckt: Forscher beobachten lebensfreundlichen Planet

„Zweite Erde“ entdeckt: Forscher beobachten lebensfreundlichen Planet
Rangierlok entgleist: Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel gesperrt

Rangierlok entgleist: Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel gesperrt

Rangierlok entgleist: Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel gesperrt
Motorradfahrer stirbt nach Kollision mit Lkw

Motorradfahrer stirbt nach Kollision mit Lkw

Motorradfahrer stirbt nach Kollision mit Lkw
Wahlumfragen: CDU-Politiker wie Amthor oder Maaßen bangen um Bundestag

Wahlumfragen: CDU-Politiker wie Amthor oder Maaßen bangen um Bundestag

Wahlumfragen: CDU-Politiker wie Amthor oder Maaßen bangen um Bundestag

Kommentare