Spielautomaten manipuliert - Razzien auch in Niedersachsen

Gelsenkirchen - Softwarefälscher und Spielhallenbesitzer haben mit manipulierten Spielautomaten den Staat und Hunderttausende Spieler in ganz Deutschland um Millionenbeträge geprellt. Bei einer bundesweiten Razzia sind am Mittwoch sechs Hauptverdächtige festgenommen worden.

Durchsuchungen gab es auch in Niedersachsen: In Cuxhaven, Norden, Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg, Soltau, Braunschweig, Hildesheim und Alfeld. „Der bekannte Schaden liegt im hohen siebenstelligen Bereich“, sagte am Donnerstag Ermittlungsleiter Uwe-Dieter Matuschat von der Polizei Gelsenkirchen. Die Hauptverdächtigen sollen manipulierte Software an Spielhallenbetreiber verkauft haben. Diese hätten dann die Gewinnquoten zulasten der Spielerverringert und sich selbst höhere Gewinne verschafft.

Wenn die Betreiber selbst spielten, konnten sie sich über bestimmte Tastenkombinationenhöhere Gewinnquoten sichern. Die Verkäufer der gefälschten Software hätten aber auch Handlanger losgeschickt, die an den Hallenbetreibern vorbei an manipulierten Automaten zusätzlich Gewinne einfahren konnten. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Hallen mit manipulierten Geräten gibt. Die Gerätehersteller wollen die Software nun kurzfristig überprüfen. Insgesamt wurden in mehr als 50 Städten in sechs Bundesländern 125Objekte durchsucht, der Schwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen.
dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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