Regelmäßige ärtzliche Untersuchung abgelehnt

Niedersachsen prüft Altersangaben von Flüchtlingen nur in Ausnahmen

Hannover - Die niedersächsische Landesregierung lehnt eine regelmäßige ärztliche Untersuchung zur Altersbestimmung unbegleiteter Flüchtlinge ab, die nach eigenen Angaben minderjährig sind.

Die CDU hatte gefordert, die ärztliche Altersüberprüfung müsse bei Zweifelsfällen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein.

Das Alter spielt für den Umgang mit allein reisenden Flüchtlingen eine Rolle, weil sie unter 18 Jahren besonderen Schutz genießen und im Rahmen der Jugendhilfe anders betreut werden.

„Medizinische Methoden sollten nur bei fortbestehenden Zweifeln zur Anwendung kommen und nicht regelhaft“, sagte am Freitag eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover. Eine exakte Bestimmung des Lebensalters sei weder auf medizinischem noch auf psychologischem oder anderem Wege möglich. Alle Verfahren können allenfalls Näherungswerte liefern, wobei es einen Graubereich von ein bis zwei Jahren gebe.

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