Polizei testet Verzicht auf Blutprobe bei Alkoholfahrern

Hannover - Bei der Kontrolle angetrunkener Autofahrer kann die Polizei künftig möglicherweise auf eine Blutabnahme verzichten und sich auf das Pusten verlassen.

Mit 13 Polizeiinspektionen beteiligt Niedersachsen sich an einer bundesweiten Studie der Polizei Sachsen, teilte das Innenministerium in Hannover am Freitag mit. Mit einem speziellen Atemalkoholmessgerät wird geprüft, ob die so gemessenen Werte vergleichbar sind mit denen einer anschließenden Blutprobe. Diese ist bislang erforderlich bei Autofahrern mit mehr als 1,1 Promille, die ein Strafverfahren erwarten. Bereits ohne Blutprobe und nur mit den Werten der Atemalkoholkontrolle werden Ordnungswidrigkeiten abgehandelt, die bei 0,5 bis 1,1 Promille vorliegen.

Polizei und Ärzte würden gerne auf das Abnehmen einer Blutprobe bei einem angetrunkenen Autofahrer verzichten, da dies viel Arbeitszeit bindet. Die Beamten sind bei den oft nachts anfallenden Kontrollen häufig anderswo dringender gefragt und auch auf Notärzte, die mitten in der Nacht für die Blutabnahme anrücken müssen, warten eigentlich dringendere Aufgaben. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, hält auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Ansatz der Studie für richtig. „Wenn die Blutabnahme abgeschafft werden würde, können wir das nur begrüßen“, sagte der GdP-Vorsitzende Dietmar Schilff der Zeitung.

In Niedersachsen an der Studie beteiligt sind die Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund, Braunschweig, Cuxhaven, Emsland/Grafschaft Bentheim, Garbsen, Göttingen, Hannover-Süd, Heidekreis, Hildesheim, Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Oldenburg-Stadt/Ammerland, Osnabrück und Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel.
dpa

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