Niedersachsen plant Kameras gegen S-Bahn-Gewalt

In allen 59 S-Bahnen Hannovers sollen Kameras installiert werden.

Hannover - Videoüberwachung in allen S-Bahnzügen und zusätzliche Zugbegleiter sollen Gewalttaten wie den Münchner S-Bahn-Mord in Niedersachsen künftig verhindern helfen.

Die Ausschreibung für den künftigen Betrieb der S-Bahn Hannover sehe die Installation von Kameras in allen 59 Zügen und mehr Personal vor, teilte die Region Hannover am Dienstag mit. Bis Februar wird entschieden, ob ab 2012 weiterhin die Deutsche Bahn oder ein privater Konkurrent die S-Bahnlinien zwischen Hannover, Paderborn, Minden und Hildesheim betreibt. Es ist die bislang größte Ausschreibung im Bahnverkehr in Niedersachsen mit acht Millionen Zugkilometern jährlich.

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Für die Fahrgäste in Niedersachsen und Westfalen soll sich unabhängig vom Ausgang der Ausschreibung wenig ändern. Die Züge sollen auch künftig genauso oft wie bisher auf den bekannten Linien pendeln. Eingesetzt werden weiterhin die von den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angeschafften modernen Elektrotriebzüge. Damit der Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Eisenbahner ausgetragen wird, ist eine Bezahlung des Personals nach Tarifvertrag eine Bedingung in der Ausschreibung, erklärte die Region Hannover.

Für die Ausschreibung sieht sich die Deutsche Bahn gut gerüstet. „Wir haben in neun Jahren unter Beweis gestellt, dass das System bei uns in guten Händen ist“, hatte DB-Regionalchefin Manuela Herbort im März erklärt. „Die Pünktlichkeit und die Zufriedenheit der Reisenden sind Indikatoren, dass wir unsere Sache gut gemacht haben.“ Dennoch werde weiter an Verbesserungen, etwa der Sauberkeit der Wagen gearbeitet. Mit den bisherigen Leistungen der Deutschen Bahn sei man sehr zufrieden, erklärte der Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, Hanns-Joachim Menn, am Dienstag.

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