2016: wenige Gewitter

In Osnabrück schlagen die meisten Blitze ein

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Ein Gewitter tobt über Osnabrück.

Hannover - In der Stadt Osnabrück haben Experten im vergangenen Jahr die meisten Blitzeeinschläge in Niedersachsen registriert. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) zählte dort 297 Erdblitze. Das entspricht 2,48 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer, wie aus der am Donnerstag vorgestellten Bilanz hervorgeht.

Im landesweiten Ranking liegt direkt hinter Osnabrück die Stadt Wolfsburg. Die sogenannte Blitzdichte beträgt dort 1,63 pro Quadratkilometer. 

Wenig Blitze im Harz und an der Küste

Zum Vergleich: Die wenigsten Einschläge in den acht kreisfreien Städten in Niedersachsen gab es in Delmenhorst. Dort wurden 2016 insgesamt 39 Erdblitze gezählt - das entspricht 0,63 pro Quadratkilometer. 

Auch bei der Betrachtung der Blitzzahlen in den 38 Landkreisen in Niedersachsen ist Osnabrück Spitzenreiter. Der dortige Landkreis liegt im Gesamtranking nach der Stadt Wolfsburg an Platz drei. Im Vergleich der Kreise ist er mit 3411 Blitzeinschlägen und einer Dichte von 1,61 Spitzenreiter. In den Kreisen Friesland und Osterode am Harz blitzte es im vergangenen Jahr landesweit am wenigsten. 

Schon 2015 führte die Stadt Osnabrück das Ranking an - damals schlugen durchschnittlich 4,07 Blitze pro Quadratkilometer ein. Das war die größte Blitzdichte in Niedersachsen und Platz vier bundesweit. 

2016 gab es vergleichsweise wenige Gewitter

Die Gewitteraktivität schwankt von Jahr zu Jahr stark. Insgesamt ging die Zahl der Blitzeinschläge in Deutschland vergangenes Jahr auf rund 431.000 zurück. Das ist nach Angaben von Siemens deutlich weniger als 2015, als noch rund 550.000 Einschläge ermittelt wurden. Der Stand von 2016 ist damit der niedrigste seit siebzehn Jahren. 

Im Jahr 2016 habe es in Deutschland auffallend wenige Blitzeinschläge gebeben, resümierte der Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens, Stephan Thern. "Hauptgrund ist, dass im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter zu verzeichnen waren." 

2015 waren bundesweit hingegen sehr viele Gewitter heruntergekommen: In Niedersachsen gingen knapp 75.000 Blitze nieder. Im vergangenen Jahr waren es knapp 25.000 weniger. 

Im Süden blitzt es häufiger als im Norden

Generell bekommen Menschen in südlich des Rheins gelegenen Gegenden Deutschlands öfter Blitze zu sehen als jene im Norden, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Das zeigt auch die Statistik: Während 2016 in Bayern knapp 97.000 Blitzeinschläge gezählt wurden, waren es in Niedersachsen rund 50.000, in Schleswig-Holstein nur knapp 11.000. 

Der bundesweite Spitzenreiter dieses Jahr war allerdings eine nordrhein-westfälische Region: Im Landkreis Wesel registrierte der Siemens-Blitzdienst 4,1 Einschläge pro Quadratkilometer. Auf Platz zwei und drei befinden sich die bayerische Stadt Aschaffenburg und der nordrhein-westfälische Landkreis Borken mit jeweils rund 3,8. Die geringste Blitzdichte verzeichneten Flensburg und Frankfurt an der Oder mit jeweils 0,2 sowie Fürth in Bayern mit rund 0,3.

dpa

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