Corona-Pandemie

Fast 100 Omikron-Fälle und eine leicht sinkende Inzidenz in Niedersachsen

Die Corona-Lage im Bundesgebiet bleibt dynamisch. Auch in Niedersachsen bereitet die Omikron-Variante Sorgen, zuletzt gab es fast 100 bestätigte Fälle.

Hannover – Die hochansteckende Omikron-Variante könnte der Corona-Pandemie auch in Niedersachsen eine neue Dynamik verleihen. Noch sind die bestätigten Omikron-Fälle im Bundesland von Stephan Weil überschaubar, doch es ist wahrscheinlich, dass sich auch das bald ändert. Im Vergleich zum Vortag sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz, doch es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Karl Lauterbach hatte in Anbetracht von Omikron auch einen harten Lockdown nicht ausgeschlossen.

Name:Stephan Weil
Amt:Ministerpräsident von Niedersachsen
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Corona-Pandemie: In Niedersachsen wurden knapp 100 Omikron-Fälle bestätigt

In Niedersachsen war die Weihnachtsruhe kürzlich bis Mitte Januar verlängert worden. Der Lockdown-light ist auch der Versuch, die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verhindern. Das funktioniert bisher relativ gut: Nachdem es Anfang Dezember im Kreis Wolfenbüttel den ersten nachgewiesenen Omikron-Fall gegeben hatte, liegt die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Infektionen in Niedersachsen jetzt bei knapp 97, zuzüglich 164 zusätzlicher Verdachtsfälle, aber: Aufgrund der Feiertage ist diese Zahl nur bedingt aussagekräftig, sie könnte möglicherweise deutlich höher liegen.

Der Chef des Landesgesundheitsamtes Niedersachsen, Fabian Feil, geht daher davon aus, dass Omikron in vier bis fünf Wochen auch in Niedersachsen die dominante Virus-Variante sein wird. Den deutschlandweiten Vormarsch der Corona-Variante Omikron belegen auch Daten eines Labors in Niedersachsen, wo täglich bis zu 3000 Corona-Tests aus dem ganzen Land ausgewertet werden. Zu Beginn des Monats Dezember gab es hier nicht einen Omikron-Fall – mittlerweile ist jeder sechste positive Fall der Virus-Variante zuzuordnen.

Corona-Inzidenz in Niedersachsen sinkt leicht trotz Omikron-Variante

Die Omikron-Variante, bei der kürzlich ein neues Symptom entdeckt wurde, ist hochansteckend. Stephan Weil hatte zuletzt eine deutlich höhere Impfquote gefordert, zumal die Inzidenz auch in Niedersachsen nach Weihnachten wieder gestiegen war. Auch Booster-Impfungen werden damit immer wichtiger.

Auch in Niedersachsen wurden mittlerweile knapp 100 Fälle der Omikron-Variante gemeldet.

Im Vergleich zum Vortag sank die Inzidenz in Niedersachsen jetzt leicht, was allerdings keinerlei Grund zur Entwarnung ist. Hatte sie am Vortag noch bei 129,7 gelegen, fiel sie heute, am 28. Dezember, auf 126,6. In Niedersachsen wurden zudem 1147 Neuinfektionen gemeldet, einen Tag zuvor waren es 2425, also mehr als doppelt so viele. Die Fallzahl steigt damit auf 434.150. Binnen 24 Stunden gab es darüber hinaus 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Niedersachsen.

Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt leicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen leichten Rückgang der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von 222,7 auf 215,6, auch die Zahl der Neuinfektionen liegt nun bei 21.080 und geht damit zurück. Eine Woche zuvor waren es noch 23.428 Ansteckungen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 372 weitere Todesfälle gemeldet, womit die Zahl der Corona-Toten auf 110.805 steigt. Seit Beginn der Corona-Pandemie gab es insgesamt 7.026.369 bestätigte Corona-Infektionen, die tatsächliche Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

Bundesweit gilt das gleiche wie in Niedersachsen – die aktuellen Fallzahlen sind aufgrund der Feiertage weniger aussagekräftig als üblich, wie das RKI betont. Über die Feiertage und zum Jahreswechsel wird seltener getestet, auch mit einem Rückgang der Meldeaktivität ist zu rechen. Aktuelle Zahlen können daher verfälscht sein.

Auch in Niedersachsen kommt es zu Corona-Demos

Auch in Niedersachsen hatten zuletzt Corona-Demos mit hunderten Teilnehmern an verschiedenen Orten stattgefunden. Unter anderem in Wolfsburg waren rund 800 Menschen auf die Straße gegangen. Auch in Braunschweig hatten sich rund 1700 Personen zu Protesten in der Fußgängerzone zusammengeschlossen und dabei auch Pressevertreter verbal bedrängt.

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Bei Protesten in Bremen war die Zahl der Teilnehmer deutlich geringer, hier fanden sich etwa 100 Teilnehmer im Bereich des Bremer Marktplatzes zusammen. Auch in Delmenhorst, Nordenham, Brake, Wildeshausen, Hude und Ahlhorn kam es zu kleineren Protesten und sogenannten „Spaziergängen“ gegen die die Corona-Politik.*kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Pavlo Gonchar/dpa

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