Niedersachsen nimmt weitere 700 Flüchtlinge auf

Heute verlassen zahlreiche Flüchtlinge Ungarn und treffen in Deutschland ein. Foto: Boris Roessler
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Heute verlassen zahlreiche Flüchtlinge Ungarn und treffen in Deutschland ein. Foto: Boris Roessler

Hannover - Das Bundesland Niedersachsen nimmt weitere 700 Flüchtlinge auf. Mit 500 Asylbewerbern soll der Großteil in Notunterkünften in Lüchow (Landkreis Lüchow-Dannenberg) untergebracht werden, wie das Innenministerium am Samstag in Hannover mitteilte. Die restlichen 200 Migranten sollen auf Braunschweig und Hannover verteilt werden.

„Jetzt erwartet der Bund über Bayern wieder mehr als 7000 Flüchtlinge, da müssen alle anderen Bundesländer unterstützen - und wie beim ersten Mal tun wir das in Niedersachsen selbstverständlich auch“, versicherte Friedhelm Meier, Leiter des Koordinierungsstabes zur Flüchtlingsaufnahme im Innenministerium in Hannover.

Am Donnerstag hatte das Land bereits 200 Menschen in Braunschweig untergebracht, die über Ungarn nach Bayern geflüchtet waren. Die zusätzlichen Flüchtlinge würden am Samstagabend Braunschweig per Zug erreichen. Dort sollten sie erstversorgt, medizinisch voruntersucht und dann weitergeleitet werden.

„Für uns ist das innerhalb weniger Tage wieder ein enormer organisatorischer und vor allem personeller Kraftakt“, erklärte Meier. Allerdings hätten sich Kommunen und Hilfsorganisationen in „großartiger Zusammenarbeit“ darauf vorbereitet, auch unerwartet ankommende Flüchtlinge aufzunehmen.

Niedersachsen hat in den vergangenen Tagen rund 2000 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge geschaffen, um die Erstaufnahmeeinrichtungen zu entlasten. Diese Zahl soll weiter steigen. Im Landkreis Hameln-Pyrmont sollen kommende Woche bis zu 300 Kriegsflüchtlinge in der ehemaligen Linsingen-Kaserne untergebracht werden. In der Lützow-Kaserne Schwanewede sollen am 16. September bis zu 1000 Migranten einziehen.

dpa

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