Anteil junger Menschen steigt

Mehr Wohnungslose im Westen Niedersachsens

Osnabrück/Oldenburg - Im westlichen Niedersachsen ist die Zahl wohnungsloser oder von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen gestiegen.

Das geht aus Zahlen der Beratungsstellen Oldenburg und Osnabrück hervor, die Hilfen für Menschen in Wohnungsnot koordinieren. In Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe wurden nach Angaben vom Mittwoch zum Stichtag 30. Oktober 1320 Menschen gezählt, das waren fast 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

Als besonders alarmierend gilt der Trend zu mehr jungen Wohnungslosen: Jeder dritte Betroffene sei unter 27 Jahre alt, sagte Mark Brockmann, einer der Autoren der Studie. „Dabei ist es durch den Mangel an bezahlbarem und menschenwürdigem Wohnraum immer schwerer geworden, aus der Wohnungslosigkeit wieder heraus zu kommen.“ Brockmann kritisierte zudem Pläne von Kommunen, nur noch geringere Mietkosten im Rahmen der Sozialleistungen zu übernehmen. Ohne neue Sozialwohnungen werde sich die Situation verschärfen.

Brockmann geht von einer hohen Dunkelziffer Betroffener aus, weil viele Menschen aus Scham keine Hilfe in Anspruch nehmen würden. Nach der Erhebung liegt der Anteil ausländischer Hilfesuchender bei rund 26 Prozent, davon kam mehr als die Hälfte aus dem EU-Ausland, der Rest hatte eine andere Staatsbürgerschaft.

dpa

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