Landwirte kämpfen gegen Trockenheit - Elbfähre macht Zwangspause

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Elbfähre (Archivbild)

Niedersachsen - Eine außergewöhnliche Niedrigwasserphase bremst die Schifffahrt auf der Elbe aus. Dort sollen die Pegel in den nächsten Tagen weiter fallen. Für eine Elbfähre ist jetzt schon Schluss. Auch Landwirte haben mit der Trockenheit zu kämpfen.

Das anhaltend trockene Wetter bereitet Schifffahrt und Bauern in Niedersachsen Probleme. An vielen niedersächsischen Flüssen sanken die Wasserstände. Besonders im Süden des Landes liegen die Pegelstände an Leine und Innerste teilweise nur noch knapp über dem mittleren Niedrigwasserstand der vergangenen zehn Jahre. Akute Probleme gibt es an der Elbe für die Schifffahrt. Die Elbfähre zwischen Pevestorf im Kreis Lüchow-Dannenberg und Lenzen stellte den Betrieb ein. „Abseits der Kanalstrecken fahren nur noch Sportboote und vereinzelt Fahrgastschiffe. Für Binnenschiffe ist es auf den Elbabschnitten mit teilweise 90 Zentimetern Wassertiefe viel zu flach“, hieß es beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Lauenburg.

Auch auf den niedersächsischen Äckern herrscht Trockenheit. Die Landwirte seien deshalb auf künstlichen Niederschlag angewiesen, um trotzdem zufriedenstellende Erträge zu erzielen, sagte Gabi von der Brelie vom Landvolk Niedersachsen. Der künstliche Regen ist nicht billig. „Die Kosten für Strom, Wasser und Aufbau der Anlage betragen je beregnetem Hektar und Durchgang über 40 Euro“, sagte die Landvolk-Sprecherin. Einige Getreide- und Kartoffel-Äcker seien in diesem Jahr bereits zum dritten Mal beregnet worden. Von der außergewöhnlichen Niedrigwasserphase der Elbe ist der Streckenabschnitt von Schnackenburg bis Geesthacht betroffen. Dort liegt der Wasserspiegel deutlich unter dem, was in dieser Jahreszeit üblich ist.

Während 2014 der niedrige Wasserspiegel der Elbe im Juni durch Regenfälle wieder anstieg, werden die Pegelwerte in diesem Jahr in den folgenden Tagen voraussichtlich weiter fallen. Neben den Folgen für die Schifffahrt kann sich das auch auf die Gewässergüte auswirken, besonders bei warmen Temperaturen. Mehrere Bundesländer überwachen daher kontinuierlich den Sauerstoffgehalt und den ph-Wert. Derzeitige Untersuchungsergebnisse weisen jedoch nicht auf eine kritische Belastungssituation hin, hieß es beim NLWKN. Die ausbleibenden Niederschläge sind nicht nur für Landwirte und dieSchifffahrt ein Problem, sondern auch für die niedersächsischen Kommunen.

„Wir wässern viel mehr als in den vergangen Jahren“, sagt dcer Fachbereichsleiter Tiefbau der Stadt Gifhorn, Joachim Keuch. Um die Pflanzen nicht eingehen zu lassen, habe die Stadt Gifhorn in diesem Jahr bereits Fremdfirmen mit dem Gießen beauftragen müssen, so Keuch.
dpa

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