Niedersachsen will traumatisierte IS-Opfer aufnehmen

Hannover/Stuttgart - Nach Baden-Württemberg will auch Niedersachsen mit einem Sonderprogramm traumatisierte Frauen und Kinder aus dem Nordirak aufnehmen. Rund 40 Betroffene sollen nach Angaben der Staatskanzlei in Hannover im Herbst nach Deutschland kommen und in verschiedenen Kommunen untergebracht werden.

Die Frauen und ihre Kinder sind im Nordirak Opfer der Terrormiliz IS geworden. „Das ist eine humanitäre Geste“, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es soll dabei um Opfer der Terroristen des Islamischen Staates gehen, die schnell und unbürokratisch besondere Betreuung und therapeutische Hilfe brauchen. Weitere Details will die für das Programm federführende Staatskanzlei aus Rücksicht auf das besondere Schutzbedürfnis der Frauen nicht nennen.

Die Landesregierung rechnet mit Kosten in Höhe von insgesamt 7,9 Millionen Euro. Im aktuellen Nachtragshaushalt sind davon bereits 1,1 Millionen Euro eingestellt. Niedersachsen folgt mit dem Programm dem Vorbild Baden-Württembergs, das Ende vergangenen Jahres ein Sonderprogramm für bis zu 1000 traumatisierte Frauen und Mädchen aus dem Nordirak aufgelegt hat.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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