Geplante bundesweite Neuregelung

Krankenhäuser warnen vor Ausdünnung der Notfallversorgung

Hannover - Die niedersächsischen Krankenhäuser befürchten eine Ausdünnung der Notfallversorgung als Folge einer geplanten bundesweiten Neuregelung.

Rund 60 Prozent der Krankenhäuser im Land könnten aus der neu definierten Notfallversorgung ausgeschlossen werden, warnte der Vorsitzende der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), Hans-Heinrich Aldag, am Montag in Hannover.

Im April will der Gemeinsame Bundesausschuss, in dem die gesetzlichen Krankenkassen, die Krankenhausgesellschaft sowie die Kassenärztliche Vereinigung vertreten sind, über die Reform entscheiden. Bei der Umverteilung finanzieller Mittel geht es auch um die Definition, was Notfallversorgung ist.

Kliniken, deren Intensiv-Station wenig als sechs Betten umfasst, sollen künftig nicht als Bestandteil der Notfallversorgung geführt werden. Das gleiche soll gelten, wenn ein Krankenhaus keine zentrale Notaufnahme hat. Für diese bauliche Maßnahme fehlten manchen kleineren Kliniken aber die Mittel, erklärte die Krankenhausgesellschaft.

Aus dem niedersächsischen Sozialministerium hieß es dazu, man könne die Sorge der Krankenhausgesellschaft nicht nachvollziehen. Nach Zahlen des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen würden über 70 Prozent der Krankenhäuser in Niedersachsen der Notfallversorgung zugeordnet. Zudem würden die Länder derzeit Gespräche mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss führen, um eine abgestimmte Lösung zu erreichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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