Homo-Ehe spaltet CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag

Hannover - Als einzige Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die CDU bislang noch keine einheitliche Position zur viel diskutierten Einführung der Homo-Ehe in Deutschland. Während SPD, FDP und Grüne sich in der emotionalen Debatte einheitlich für die volle Gleichstellung homosexueller Partnerschaften aussprachen, gehen die Meinungen bei den Christdemokraten weit auseinander.

„In meinen Augen ist es keine Diskriminierung von Homosexuellen, wenn man von einer Lebenspartnerschaft spricht“, sagte CDU-Fraktionsvize Editha Lorberg. Ehen würden nur zwischen Frau und Mann geschlossen. „Zur Adoption werden wir uns alle einig sein, dass das Kindeswohl absoluten Vorrang genießt. Was das für die Frage der Adoption bedeutet, ist sehr umstritten, auch innerhalb unserer Partei.“

Insbesondere in den als konservativ geltenden CDU-Kreisverbände Cloppenburg und Emsland dominiert nach wie vor die Skepsis, etwa mit Blick auf das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Auch Fraktionschef Björn Thümler hatte sich jüngst ablehnend zu einer vollständigen Gleichstellung geäußert. Die Regierungen mehrerer Bundesländer - darunter auch Niedersachsen - wollen die volle Gleichstellung für homosexuelle Paare auf den Weg bringen.

Die Länderkammer wird am 12. Juni darüber diskutieren. Seit 2001 können in Deutschland für Schwule und Lesben eingetragene Lebenspartnerschaften eingehen. Die ist aber rechtlich nicht mit der Ehe gleichgesetzt, vor allem nicht beim Adoptionsrecht.
dpa 

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