AfD erbittet Einschätzung 

Niedersachsen: Familiennachzug von Flüchtlingen ist moderat

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Syrische Flüchtlinge

Hannover - Bislang hat nur eine überschaubare Zahl der nach Niedersachsen gekommenen Flüchtlinge Familienmitglieder aus der Heimat nach Deutschland geholt.

Die Zahl der Ausländer von außerhalb der Europäischen Union, die sich über den Familiennachzug in Niedersachsen aufhalten, stieg von 24.458 Ende 2015 auf 33.875 Ende 2017 an, teilte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch im Landtag mit. In Folge des großen Flüchtlingszustroms nach Deutschland 2016 kamen somit 9417 Nicht-EU-Ausländer über die Möglichkeit des Familiennachzugs nach Niedersachsen.

Die AfD hatte von der Landesregierung eine Einschätzung erbeten, mit einem wie großen Zustrom von Familienmitgliedern Niedersachsen rechnet, wenn Nachzugsbeschränkungen für Bürgerkriegsflüchtlinge im Sommer durch eine Quotenregelung ersetzt werden. Da auch die Bundesregierung das Nachzugpotenzial nicht einschätzen könne, könne auch Niedersachsen dies noch nicht beziffern, sagte Pistorius. Gemeinsam mit den Kommunen sei man aber auf die mögliche Aufnahme weiterer Flüchtlinge vorbereitet.

Für Bürgerkriegsflüchtlinge will die geplante große Koalition in Berlin von August an festsetzen, dass 1000 Angehörige pro Monat über den Familiennachzug nach Deutschland kommen können. Zuvor war für diese Teilgruppe der Flüchtlinge der Nachzug während zwei Jahren ausgesetzt worden.

dpa

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