In Niedersachsen fällt mehr als die Hälfte der Züge aus

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Reisende in Niedersachsen spüren die Auswirkungen des Lokführerstreik.

Hannover - Bahnreisende sind seit Monaten Kummer gewohnt: Seit Dienstag wird der Personenverkehr wieder bestreikt. In Niedersachsen und Bremen gibt es aber viele Privatbahnen, die während des Streiks der Lokführer sogar zusätzliche Bahnhöfe anfahren.

Schon zu Beginn des bislang längsten Streiks in der Geschichte der Deutschen Bahn sind in Niedersachsen und Bremen die meisten Züge ausgefallen. Zehntausende Reisende und Pendler waren von den Auswirkungen des Ausstands der Lokführergewerkschaft GDL betroffen.

Nach Angaben eines Sprechers der DB Nord rollten im Fernverkehr nur etwa ein Drittel aller Züge, im Nahverkehr seien es bis zu 50 Prozent gewesen. In Hannover fielen von neun S-Bahn-Linien fünf komplett aus. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. DieBahn hatte zuletzt angeboten, die Löhne in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent zu heben, dazu sollte eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro kommen.

Ersatz boten auf manchen Strecken die privaten Anbieter, sie werden nicht bestreikt. „Unsere Züge sind weitgehend planmäßig gefahren“, sagte Metronom-Sprecher Björn Pamperin. Wie beim erixx seien ausreichend Kapazitäten vorhanden gewesen. „Wir haben beim erixx die Zuglängen verdoppelt“, sagte der Sprecher. „Wir erkennen sämtliche Tickets der Deutschen Bahn an.“

Der Ortsgruppenvorsitzender der GDL Hannover, Jan Manfras, war am Dienstagnachmittag mit dem Streikverlauf zufrieden: „Die Streikbeteiligung ist gut. Rund 80 Kollegen haben sich allein im Bereich Hannover am Streik beteiligt, Tendenz steigend.“

Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL hatten am frühen Morgen die Arbeit auch im Personenverkehr der Bahn niedergelegt, sie wollen erst am Sonntagmorgen wieder arbeiten. Der Güterverkehr wurde bereits seit Montagnachmittag bestreikt. Es ist der achte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt und mit fast sechs Tagen Dauer der längste seit Gründung der Deutschen Bahn im Jahre 1994.

dpa

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