Weniger Bedarf

Niedersachsen fährt Zahl der Plätze in Flüchtlingsunterkünften zurück

Hannover - Vor dem Hintergrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen fährt Niedersachsen die Zahl der Erstaufnahmeplätze zurück. Wie das Innenministerium mitteilte, hat das Land ein Unterbringungskonzept entwickelt, das zukünftig zwischen sogenannten aktiven und passiven Plätzen sowie einer Reserve unterscheidet.

Zum Start des kommenden Jahres sind 4850 sofort belegbare Plätze vorgesehen. Dazu kommen 2830 passive Plätze, die mit einem Vorlauf von wenigen Tagen belegt werden können. Zusätzlich stehen 12.800 Reserveplätze zur Verfügung.

Die Gesamtkapazität liegt damit künftig bei 20.840 Plätzen. Zum Vergleich: Im Herbst 2015 gab es in Niedersachsen knapp 50.000 Unterbringungsplätze. Derzeit hält das Land rund 30.000 Plätze vor. In den Aufnahmeeinrichtungen des Landes sind aktuell knapp 3000 Asylsuchende untergebracht. Die meisten Notunterkünfte sind mittlerweile geschlossen.

Für das Jahr 2015 waren nach dem System zur Erstverteilung der Asylsuchenden (EASY) 102.231 Flüchtlinge in Niedersachsen registriert. Seit Beginn des laufenden Jahres sind es 28.998 Menschen.

Auch Bremen reduziert Zahl der Erstaufnahmeplätze für Asylsuchende.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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