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Erster bestätigter Fall von Affenpocken in Niedersachsen

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Von: Jan Knötzsch

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Nach Hamburg, wo es die Meldung am Montag gab, hat auch Niedersachsen seit Ende Mai den ersten Fall einer Affenpocken-Infektion. Betroffen: ein Mann aus dem Landkreis Northeim.

Hannover/Northeim – In Niedersachsen gibt es den ersten Fall einer Infektion mit Affenpocken. Dies hat am Dienstag, 31. Mai 2022, das Landesgesundheitsamt vermeldet. Wie es von Seiten des Amtes heißt, ist der Patient, der sich mit den Affenpocken – hier gibt‘s alle Informationen zu Symptomen, Impfung und Übertragung – infiziert hat, ein Mann. Er wohnt im Landkreis Northeim.

Erste Affenpocken-Infektion in Niedersachsen: Betroffener ist ein Reiserückkehrer aus Spanien

Mit dem ersten Fall einer Infektion mit den Affenpocken, gegen die man sich mit dem Impfstoff Imavex impfen lassen kann, steht Niedersachsen in Deutschland nicht allein da. In der gesamten Bundesrepublik Deutschland soll es bislang zwar lediglich etwas mehr als rund zwei Dutzend Fälle geben – doch schon am Tag, ehe Niedersachsen den ersten Affenpocken-Fall im Bundesland publik gemacht hat, hatten sich die Affenpocken im Norden quasi „angenähert“: In Hamburg ist am 30. Mai 2022 der erste Affenpocken-Fall aufgetreten.

Passanten gehen durch Hannover und Hautsymptome der Affenpocken
Northeim: der erste bestätigte Affenpocken-Fall in Niedersachsen ist ein Reiserückkehrer aus Spanien. © CDC/Moritz Frankenberg/dpa/Montage

Nach Aussagen des Landesgesundheitsamtes handelt es sich bei dem mit den Affenpocken infizierten Mann um einen Reiserückkehrer aus Spanien. „Es ist nicht zu befürchten, dass es zu einer stärkeren Ausbreitung der Krankheit in der Bevölkerung kommt, weil effektive Schutzmaßnahmen durchgeführt werden können,“ erklärt Fabian Feil, der Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes zum ersten Affenpocken-Fall in Niedersachsen. Laut Feil sei nun „eine Quarantäne des Patienten und seiner direkten Kontaktpersonen das oberste Gebot.“

Erster Affenpocken-Fall in Niedersachsen: Schutzmaßnahmen für Betroffenen – Gesundheitsamt betreibt Kontaktnachverfolgung

Wer sich mit Affenpocken infiziert, soll sich für 21 Tagen in Isolation begeben. Auch für Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten gibt es die Empfehlung, dass sie für 21 Tage in Quarantäne müssen. Experten unterstützen diese Empfehlung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Der Bund lagert bereits einen Affenpocken-Impfstoff. Doch dieser hat Nebenwirkungen. Gesundheitsminister Lauterbach hat daher 40.000 Dosen Impfstoff aus den USA bestellt. Wer bekommt den Impfstoff gegen die Affenpocken?

Der erste Affenpocken-Fall in Deutschland wurde im Übrigen durch die Bundeswehr nachgewiesen. Dies hatte am 20. Mai 2022 das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München mitgeteilt. Beim ersten bestätigten Affenpocken-Fall in Niedersachsen hat das Gesundheitsamt des Landkreises Northeim, wo der erste niedersächsische Affenpocken-Patient lebt, derweil für den Infizierten Schutzmaßnahmen eingeleitet und führt zudem laut des Norddeutschen Rundfunk (NDR) jetzt eine Kontaktpersonen-Nachverfolgung im Umfeld des Betroffenen durch.

In den Fall eingebunden sind laut NDR die Gesundheitsbehörden von Stadt und Landkreis Göttingen. Der Auslöser dafür: Die Diagnostik bei dem Patienten wurde von einer dort ansässigen Arztpraxis veranlasst.

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