Pressenkonferenz des Krisenstabs

Niedersachsens Corona-Krisenstableiter: „Die Impfung schützt zu 99 Prozent vor dem Tod“

Heiger Scholz (SPD), Leiter des Krisenstabes zur Corona-Pandemie des Landes Niedersachsen, sitzt in der Landespressekonferenz im Landtag Niedersachsen.
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Heiger Scholz (SPD), Leiter des Krisenstabes zur Corona-Pandemie des Landes Niedersachsen, konnte noch keine absoluten Aussagen zu Regeln auf den Weihnachtsmärkten machen.

Mit dem Ende der kostenlosen Bürgertests und einer Erweiterung der Stiko-Empfehlung zur Auffrischungsimpfung, ging es auch beim Corona-Krisenstab um das Thema Impfen.

Hannover - Der Leiter des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen, Heiger Scholz, eröffnete die wöchentliche Pressekonferenz diesmal mit der Information, dass es nicht viel zu berichten gebe. Der aktuelle Sieben-Tage-Inzidenzwert liege landesweit bei 42,6. Dort befinde er sich seit einer Weile. Schwankungen seien stabil. Die Hospitalisierungsrate liegt bei dem Wert 2,3, die Intensivbetten sind zu 3,9 Prozent ausgelastet.

Bundesland:Niedersachsen
Landeshauptstadt:Hannover
Gründung:1. November 1946
Einwohnerzahl:8.003.421 (31. Dezember 2020)

Genug Zeit also für die Anwesenden einige Fragen zu stellen. Dabei ging es vor allem um das Thema impfen. Nachdem die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre ausgesprochene Empfehlung zur Booster-Impfung* noch erweitert hat, stellte Scholz klar, dass auch diese Impfung, ebenso wie die vorangegangenen, kostenfrei ist.

Die erweiterte Empfehlung der Stiko gehe nun für eine Stellungnahme in Fachgremien und an die Bundesländer, sodass es noch Änderungen geben kann. Bislang hatte es nur eine Empfehlung für alle ausgesprochen, die älter als 70 Jahre sind und deren erste Impfserie länger als sechs Monate her ist. Die Auffrischung soll nun bei niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen oder über die Alten- und Pflegeheime durchgeführt werden.

Corona-Krisenstabs-Leiter Heiger Scholz: „Das Virus ist da. Das Virus wird bleiben.“

In Niedersachsen sind mittlerweile 67,3 Prozent der Menschen vollständig geimpft, wie Scholz ausführte. Die mobilen Teams, die nun für Impfungen mitverantwortlich sind, würden ihren Fortschritt weiterhin melden. Das geschehe allerdings nicht unbedingt tagesaktuell. „Manchmal tragen sie es erst am nächsten Tag ein“, erklärte Scholz. Das sei jedoch nichts Neues. „Das hatten wir auch zu Beginn des Jahres.“ Von den niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen sowie den Betriebsärzten gebe es deutlichere Meldungsverzögerungen: „Daten kriegen wir nur als Rücklauf vom RKI“, sagte Scholz.

Unklarheiten gab es zudem beim Thema 2G und der Sinnhaftigkeit der vorgeschriebenen Tests für Ungeimpfte bei 3G. Heiger Scholz stellte in diesem Zusammenhang klar, dass jede Impfung einen relativen Schutz biete. Für die ersten Impfstoffe, als es noch um die erste Virus-Variante ging, habe die Schutzwirkung bei 83 bis 84 Prozent gelegen. Die Zahl beschreibe das Verhältnis derer, die geimpft infiziert werden, zu denen, die ungeimpft infiziert werden, sagte Scholz. „Auch unter 2G wird es einen gewissen Anteil derer geben, die sich infiziert haben und das Virus weitergeben können.“

Die Impfung schützt zu 99 Prozent vor dem Tod.

 Heiger Scholz, Leiter des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen

Impfdurchbrüche werde es weiterhin geben. „Das Virus ist da. Das Virus wird bleiben“, so Scholz, „mit dem Restrisiko müssen wir leben, ebenso, wie es jedes Jahr die Grippe gibt.“ Das entscheidende an der Impfung, selbst, wenn eine Ansteckung weiterhin möglich ist, ist: „Die Impfung schützt zu 99 Prozent vor dem Tod“, sagte Scholz.

Das Ende der kostenlosen Coronatests: Medizinisch notwendige Tests weiterhin frei möglich

Die Pandemie werde vom kleineren Teil der Bevölkerung getragen, der nicht geimpft ist. Die Testung gebe keine zusätzliche Sicherheit für die Ungeimpften gegenüber einer Impfung. Letztere sei möglicherweise sogar die sicherere Maßnahme, um davon ausgehen zu können, dass keine Infektion vorliegt.

Seit Anfang der Woche gibt es die Bürgertests nicht mehr kostenlos.

„Die kostenfreien Tests haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die dritte Welle zu brechen“, so der Leiter des Krisenstabs. Da es aber ausreichend Impfangebote gegeben hat und die Möglichkeit auch weiterhin besteht, gebe es auch keinen Grund mehr, dass der Steuerzahler die Kosten für die Bürgertests trage, sagte Scholz ebenfalls zum Thema Tests. Diese sind seit Anfang der Woche nicht mehr kostenlos. Er betonte jedoch, dass dies nur die Bürgertests betreffe. Medizinisch notwendige Tests, beispielsweise bei Symptomen, seien „natürlich weiterhin kostenfrei“. Zu den möglicherweise fehlerhaften Tests an der Ammerlander Grundschule*, konnte Scholz auf Nachfrage „noch keine verlässlichen Nachrichten“ herausgeben. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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