1. April bis zum 15. Juli

Ab heute müssen Hunde an die Leine: Brut- und Setzzeit beginnt

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Hannover: Ein Mann geht mit seinem Hund Django, ein fünf Jahre alter Rauhaardackel, spazieren. Hunde müssen ab dem 01.04.2019 an vielen Orten in Niedersachsen an die Leine. Während der sogenannten Brut- und Setzzeit dürfen die Vierbeiner etwa im Wald und auf Feldwegen nicht frei herumlaufen.

Vögel und Wildtiere beginnen bald mit der Aufzucht ihrer Jungen. Im Wald und auf vielen Wiesen gelten für Hunde deshalb strenge Regeln.

Hannover/Bremen - Hunde müssen ab Montag an vielen Orten in Niedersachsen an die Leine. Während der sogenannten Brut- und Setzzeit dürfen die Vierbeiner etwa im Wald und auf Feldwegen nicht frei herumlaufen. „Hunde dürfen nur noch angeleint in der freien Landschaft geführt werden", sagte der Sprecher der Naturschutzorganisation Nabu, Philip Foth. Die Regelung soll verhindern, dass Hunde am Boden brütende Vögel oder Jungwild aufscheuchen. Die Tiere sollen in Ruhe ihren Nachwuchs aufziehen können.

Der Zeitrahmen vom 1. April bis zum 15. Juli ist im niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung festgeschrieben. Jagd-, Rettungs-, Hüte-, Blinden- und Polizeihunde sind während eines Einsatzes vom Leinenzwang ausgenommen. Für innerstädtische Parkanlagen gelten die Vorschriften dem Nabu zufolge nicht.

Den Gemeinden stehe es frei, eigene Verordnungen für eine Anleinpflicht zu erlassen. So müssen Hunde in den städtischen Grünanlagen Hannovers ganzjährig an die Leine, wie Sprecher Dennis Dix sagte. Er verwies auf Hundeauslaufflächen, auf denen sich Vierbeiner vielerorts ganzjährig austoben können.

Wer gegen die Leinenpflicht verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. „Grundsätzlich ist es so, dass es einen Bußgeldrahmen von 5 bis 5000 Euro gibt", sagte Stadtsprecher Dix. Die Festsetzung sei eine Einzelfallentscheidung je nach Schwere des Verstoßes. Ihm zufolge müssen Hundehalter in Hannover in der Regel ein zweistelliges Bußgeld zahlen, wenn sie ihre Tiere gesetzeswidrig frei laufen lassen. In Lüneburg beträgt das Bußgeld 15 Euro, in Natur- und Landschaftsschutzgebieten 25 Euro. "Beißt oder gefährdet ein frei herumlaufender Hund andere Menschen oder Tiere, wird ein wesentlich höheres Bußgeld fällig", heißt es bei der Stadt Lüneburg.

Brut- und Setzzeit in Bremen hat bereits am 15. März begonnen

In Bremen hat die Brut- und Setzzeit bereits am 15. März begonnen. Nach dem bremischen Feldordnungsgesetz müssen Hunde dort bis zum 15. Juli in der freien Landschaft an der Leine geführt werden, um Wildtiere beim Brüten oder der Aufzucht der Jungen zu schützen. Vom Leinenzwang ausgenommen sind Jagd- und Behördenhunde. "Wir müssen unsere Wildtiere unbedingt vor Stress schützen, wenn wir Wildtiere in unserer Nähe haben wollen", teilt die Landesjägerschaft Bremen mit. Wer gegen die Anleinpflicht verstößt, muss 50 Euro bezahlen, wie Sandy Bradtke aus dem Bremer Innenressort sagte. Für die Kontrolle ist der Ordnungsdienst zuständig. In den öffentlichen Parkanlagen der Hansestadt müssen Hunde generell an die Leine.

Auch neu im April: Mindestlohn für Zeit- und Leiharbeiter 

Gute Nachrichten gibt es im April für Zeit- und Leiharbeiter. Bereits im Januar und im März wurde in vielen Branchen der neue gesetzliche Mindestlohn eingeführt. Jetzt folgt die Erhöhung auch für Zeitarbeiter in Westdeutschland. Ab dem 1. April steigt der Mindestlohn hier von 9,49 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde.

Im April läuft Frist für Mütterrente ab 

Wer über 65 Jahre ist, Kinder erzogen hat und noch keine Rente beantragt hat, muss unter Umständen schnell handeln. Denn sonst könnte er Rentenzahlungen verlieren. Eltern, deren Kind vor 1992 geboren wurde, könnten seit Jahresanfang einen zusätzlichen Rentenanspruch haben. Denn durch die Reform der Mütterrente bekommen sie nun für jedes Kind zweieinhalb Jahre als Erziehungszeiten bei der Rente angerechnet. Der Rentenantrag sollte dann aber bis Ende April gestellt werden, denn dann erhalten Neurentner rückwirkende Zahlungen ab Januar 2019.

Ab April gibt es mehr Geld für Beamte 

Auch Bundesbeamte und Bezieher von Sold beim Bund können sich ab April über mehr Geld freuen. Ihre Bezüge werden um 3,09 Prozent angehoben. Diese Steigerung ist Teil einer dreistufigen Anhebung, die im Sommer 2018 beschlossen wurde. Die erste Erhöhung wurde rückwirkend auf den 1. März 2018 datiert. Dabei wurde der Sold um 2,99 Prozent angehoben. Eine weitere Erhöhung um 1,06 Prozent wird es am 1. März 2020 geben. Das geht aus dem Bundesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetz hervor. Von dieser Erhöhung profitieren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Regierungsmitglieder.

Aldi verzichtet ab April auf die Einzelverpackung von Gurken 

Aldi hat für April den Verzicht auf die Einzelverpackung von Gurken angekündigt. Tests hätten ergeben, dass das Gemüse auch ohne Plastikfolie beim Transport nicht geschädigt werde. Zudem möchte der Discounter ein neues System von Mehrwegtaschen für Obst und Gemüse einführen. Ab April will Aldi so tonnenweise Plastikmüll reduzieren.

Vorerst kein Dieselfahrverbot für Köln und Bonn ab April 

Das bereits seit Januar geltende Dieselfahrverbot in Stuttgart wird zum 1. April auch auf Menschen mit Wohnsitz in Stuttgart erweitert - sie waren bislang von dem Verbot ausgenommen. Das Fahrverbot gilt für Diesel der Klassen Euro 1-4. Wie es um die Dieselfahrverbote in Köln und Bonn steht, die ursprünglich auch für den April 2019 angesetzt waren, ist noch offen. Das Land NRW hat beim Oberverwaltungsgericht in Münster eine Berufung gegen das Verbot eingelegt. Ein Termin für die Verhandlung ist noch nicht bekannt. Auch in weiteren Städten stehen 2019 Dieselfahrverbote an.

Neues Tierwohllabel

Neues Tierwohllabel auf Fleisch Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe kennzeichnen ab dem 1. April einheitlich Rinder- und Schweinefleisch sowie Geflügel. Wie die Tiere gehalten wurden, kann ab dann auf dem "Haltungsform"-Aufdruck an einem vierstufigen System abgelesen werden.

Umzugskostenpauschale steigt 

Wer aus beruflichen Gründen den Wohnort wechselt, kann Umzugs-Ausgaben steuerlich geltend machen. Der Pauschbetrag steigt zum 1. April: Für Verheiratete beträgt er nach Angaben des Bundesfinanzministeriums dann 1.622 Euro statt bisher 1.573 Euro. Für Ledige 811 Euro statt 787 Euro.

500-Euro-Schein wird eingestellt

Der 500-Schein wird nicht mehr hergestellt: Schon seit Ende 2018 ist die Produktion und Ausgabe der Banknote eingestellt. Am 26. April gibt nun die Bundesbank die 500-Euro-Banknote letztmals aus. Sie bleibt aber gesetzliches Zahlungsmittel und behält ihren Wert auch auf Dauer: Bei den nationalen Zentralbanken kann sie unbefristet umgetauscht werden.

Google Plus wird im April gelöscht 

Google Plus wird am 2. April eingestellt. Es war als Alternative zu Facebook geplant, stieß aber nur auf wenig Interesse. Bei einer Datenpanne im Oktober 2018 hatte das Onlinenetzwerk Google Plus App-Entwicklern unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt. Bis zu 500.000 Menschen waren betroffen. Daraufhin hat der Internetriese Google den Service seit Januar 2019 Schritt für Schritt zurückgefahren. Ab 2. April ist es mit Google Plus offiziell vorbei.

dpa

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