Niedersachsen bereitet sich auf weitere Flüchtlinge vor

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Mitarbeiter vom Malteser Hilfsdienst richten ein Zeltlager in einer ehemaligen Feuerwehrkaserne in Celle-Scheuen für bis zu 500 Flüchtlinge ein.

Hannover/Bremen - Ein Dach über dem Kopf und ein Bett, warmes Essen und medizinische Versorgung: In eilens geschaffenen Notunterkünften werden auch am Dienstag im Norden wieder hunderte Flüchtlinge erwartet, die über Ungarn in Bayern angekommen sind.

Niedersachsen und Bremen bereiten sich am Dienstag auf die kurzfristige Aufnahme von weiteren aus Ungarn kommenden Flüchtlingen vor. Wohin genau die in München eintreffenden Asylbewerber aus Syrien und anderen Krisenherden gebracht werden, werden die Behörden kurzfristig entscheiden. „Die Lage wird täglich mehrfach analysiert und bewertet“, sagte der Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums, Matthias Eichler.

Vom Malteser Hilfsdienst wurde in nur drei Tagen eine ehemalige Feuerwehrkaserne in Celle-Scheuern bezugsfertig für bis zu 500 Flüchtlinge eingerichtet. Möglicherweise schon am Dienstag werden dort die ersten Flüchtlinge erwartet, sagte Malteser Sprecher Michael Lukas. Per Bus waren am Montagabend 240 aus München kommende Flüchtlinge in ehemaligen Kasernen Hameln und Oldenburg eingetroffen.

Auch in Bremen waren am Montag per Bahn und mit Bussen rund 180 über Ungarn und München kommende Flüchtlinge eingetroffen. „Die Gespräche gehen weiter, ob wir weitere Flüchtlinge aufnehmen“, sagte der Sprecher des Sozialressorts, Bernd Schneider. „Wir sind ständig dabei, neue Kapazitäten zu schaffen.“ Bremen hat in diesem Jahr bisher mehr als 4400 Flüchtlinge aufgenommen. Im August hat sich deren Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat verfünffacht.

Niedersachsen rechnet nach der letzten Prognose in diesem Jahr mit der Aufnahme von 75 000 Flüchtlingen. Alleine in den Erstaufnahmeeinrichtungen befinden sich derzeit rund 12 000 Menschen, viermal so viel wie im Januar. Die nun kurzfristig aus Bayern eintreffenden Flüchtlinge addieren sich nun zu den ohnehin bereits mehrfach erhöhten Prognosen. Für Dienstag hielt die Deutsche Bahn sich erneut zum Einsetzen von Sonderzügen Richtung Norden bereit.
dpa

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