Bericht zur Wasserqualität veröffentlicht

Gut planschen in Niedersachsen: Diese Badestellen sollte man allerdings meiden

Regelmäßig wird die Wasserqualität von Badestellen untersucht, auch in Niedersachsen. Laut Badegewässerbericht sind nur wenige Stellen mangelhaft.

Hannover - Unbeschwertes planschen, ohne sich Gedanken über die Qualität des Wassers machen zu müssen, ist in Niedersachsen an vielen Orten möglich. Dieses Ergebnis zeigt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA, der die Wasserqualität an den meisten Badestellen als gut oder sogar als ausgezeichnet bezeichnet. Nur zwei Stellen im Land bekamen ein mangelhaftes Zeugnis - und das nicht zum ersten Mal.

Englische Bezeichnung:European Environment Agency (EEA)
Organisationsart:Agentur der Europäischen Union
Sitz der Organe:Kopenhagen, Dänemark
Gründung:1990

Die EEA veröffentlichte am Dienstag den Badegewässerbericht für 2020. Von dem mangelhaften Urteil betroffen ist zum einen der Weserstrand Sandstedt zwischen Bremerhaven und Bremen. Auf der Website der Badestelle wird darauf verwiesen, dass sie „aufgrund erhöhter Werte vor allem bei dem Parameter E. Coli im Bemessungszeitraum der letzten 4 Jahre“ eine mangelhafte Badegewässerqualität erreicht. Der Hinweis stammt vom Gesundheitsamt Cuxhaven und ist auf Anfang Februar datiert. Für die diesjährige Saison bleibt die Badestelle daher geschlossen.

Trotz guter Wasserqualität an niedersächsischen Badestellen wies das Landesgesundheitsamt darauf hin, dass es vereinzelt zu Einschränkungen durch Blaualgen kommen könnte.

Für den aktuellen Bericht analysierte die in Kopenhagen ansässige EEA Daten aus 22.276 Gewässern in europäischen Ländern. Dabei schaute die EU-Behörde auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien - wie E.Coli - die beim Menschen zu Krankheiten führen können.

Das zweite mangelhafte Zeugnis erhielt der Nordseestrand Wremen im Kreis Cuxhaven. Sowohl dieser, als auch der Weserstrand Sandstedt waren bereits im Vorjahresbericht für 2019 mit mangelhaft bewertet worden.

Badestellen in Niedersachsen: Trotz guter Qualität sollten Badegäste Hinweisschilder auf Blaualgen achten

„Die hygienische Qualität der Niedersächsischen Badegewässer ist wie in den Vorjahren erfreulicherweise ausgesprochen gut“, teilte Katrin Luden vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt mit. Von den 273 Badestellen an Nordseestränden, Flüssen und Seen, die nach der EU-Badegewässerrichtlinie überwacht werden, seien 264 mit ausgezeichnet oder gut eingestuft worden.

In Folge von ausgefallenen Schwimmkursen durch die Corona-Pandemie befürchtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) übrigens eine Nichtschwimmer-Generation und hat die niedersächsische Landesregierung zum Handeln aufgefordert.

Die hygienische Qualität der Niedersächsischen Badegewässer ist wie in den Vorjahren erfreulicherweise ausgesprochen gut.

Katrin Luden, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt

Während die erneut im EU-Bericht mit mangelhaft bewertete Badestelle in Sandstedt auch in der Saison 2021 geschlossen bleibt, wurde die Wasserqualität am Nordseestrand Wremen laut dem niedersächsischen Badegewässer-Atlas nachuntersucht. Im Ergebnis wird die Wasserqualität als „ausreichend“ eingestuft. Die Badesaison startet aber ohnehin erst richtig, wenn die Temperaturen weiter steigen. Bis dahin befinden sich die Gewässer, wie der Silbersee in Stuhr, noch im Leerlauf.

Auf dem Weg zum See: In Niedersachsen lässt es sich vielerorts unbeschwert planschen, die Wasserqualität ist an den meisten Stellen in Niedersachsen gut oder ausgezeichnet.

Das Landesgesundheitsamt wies darauf hin, dass es vereinzelt zu Einschränkungen durch Cyanobakterienblüten kommen könnte. Badegäste sollten daher auf Hinweisschilder auf Blaualgen, wie die Bakterien auch genannt werden, an Badestellen achten. „Wenn die Sichttiefe durch grünliche Trübung so gering ist, dass im knietiefen Wasser die Füße nicht mehr zu sehen sind, dann sollte auf ein Baden verzichtet werden“, sagte Luden.

Jedes Jahr erobern Blaualgen in Folge von hohen Temperaturen die Badegewässer. Aktuell gibt es allerdings noch keine Blaualgen-Warnung für Badestellen in Niedersachsen.

Mit der neuen Corona-Verordnung dürfen unterdessen in Niedersachsen auch die Freibäder wieder öffnen. Mit Material der dpa.

Rubriklistenbild: © Ole Spata / picture alliance / dpa

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