Kampf gegen die Pandemie

Nicht nur Curevac: Diese Nachzügler arbeiten an neuen Corona-Impfstoffen

Mit Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson sind mehrere Corona-Impfstoffe etabliert. Doch nun machen andere Unternehmen ihnen Konkurrenz. Viele davon sitzen in Asien.

Hannover – Der Impfstoff von Curevac schafft es nicht auf die Impf-Pläne der Bundesregierung im kommenden Jahr. Einer finalen Analyse nach sei die Wirksamkeit gegen das Coronavirus zu gering. Dennoch möchte das Tübinger Biotech-Unternehmen auf dem Markt mitmischen, dafür gebe ein verbessertes Nachfolgeprodukt Hoffnung, dass Curevac zusammen mit seinem Partner Glaxo-Smithkline (GSK) veröffentlichen möchte.

Bisher zugelassene Corona-Impfstoffe:Zulassungsdatum:
Co­mir­na­ty (Biontech/Pfizer)21.12.2020
Spike­vax (Mo­der­na)06.01.2021
Va­x­ze­vria (Astrazeneca)29.01.2021
CO­VID-19 Vac­ci­ne Jans­sen (Johnson & Johnson)11.03.2021

Curavec ist nicht allein. Weltweit arbeiten viele Firmen an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt in ihrer jüngsten Übersicht 184 präklinische Projekte und 104 Produktkandidaten.

Corona-Pandemie: Impfprojekte steigen weltweit um 25 Prozent

Seit Beginn des Jahres hat sich die Zahl der Impfstoffprojekte um rund 25 Prozent erhöht, berichtet das Handelsblatt. Zwei Gründe stecken dahinter: Einerseits bräuchte es zehn bis zwölf Milliarden Impfdosen, um die ganze Welt zu impfen. Das ist ein Vielfaches mehr, als der bisherige Bedarf auf dem Impfstoffmarkt. Also könnten auch kleine Unternehmen von einem Corona-Impfstoff profitieren. Andererseits könnten die Virusmutationen wiederholte Impfungen notwendig machen.

Der Impfstoff der US-Firma Novavax ist derzeit auf dem Weg der Zulassung. Der Wirkungsgrad ist so hoch wie bei anderen derzeit zugelassenen Impfstoffen gegen das Corona-Virus.

Die bisherigen Corona-Impfstoffe bekommen immer mehr Konkurrenz.

In Europa arbeiten die Pharmaunternehmen GSK (Großbritannien), Sanofi und Valneva (beide aus Frankreich) an Produkten, die bereits in fortgeschrittenen Testphasen sind.

In der Entwicklung noch etwas dahinter befinden sich Produkte von den amerikanischen Firmen Arcturus und Translate Bio. Viele weitere forschen nach einem Impfstoff.

Corona-Impfstoffe: Viele Hersteller in Asien auf der Zielgeraden

Viele Firmen, die derzeit an einem neuen Corona-Impfstoff arbeiten, sitzen allerdings weder in Europa, noch in den USA, sondern in Asien. Mit dabei ist zum Beispiel das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Unternehmen Shionogi, das als erster Hersteller aus Japan ein eigenes Vakzin entwickeln möchte.

Etwas weiter ist das indische Unternehmen Cadila Healthcare, das den ersten DNA-Impfstoff für Menschen entwickelt. Ebenfalls in Indien sitzt Bharat Biotech, dessen Corona-Vakzin Covaxin bereits in mehreren Ländern zugelassen ist. Ebenfalls in der Phase-III-Studie befinden sich unter anderem die Präparate des vietnamesischen Herstellers Nanogen und des indischen Spezialisten Biological E. In der zweiten Testphase ist hingegen unter anderem das taiwanische Unternehmen Medigen Vaccine Biologics, das mit dem kalifornischen Spezialisten Dynavax Technologies kooperiert. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Marcus Brandt

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