Update: Mit bis zu 115 km/h

Sturmtief „Franz“ ist da: Orkanböen an der Nordsee erwartet

+
Der Deutsche Wetterdienst hat für das Harzer Bergland eine neue Unwetterwarnung herausgegeben.

Für Mittwoch wurde ein neuer Sturm namens „Franz“ angekündigt. Zwei Tage nach dem Sturmtief „Eberhard" hat der Deutsche Wetterdienst zudem eine neue Unwetterwarnung für das Harzer Bergland herausgegeben.

Update, 13. März, 14.30 Uhr, Orkanböen an der Nordsee
Im Laufe des Nachmittags wird der Sturm in Niedersachsen und Bremen, insbesondere an der Nordseeküste, weiter an Fahrt aufnehmen. Spitzengeschwindigkeiten von 80 bis 110 Kilometer pro Stunde sind zu erwarten, erklärte Meteorologe Paul Heger von wetter.com. Diese Geschwindigkeiten werden als Orkanböen eingestuft.

Zusätzlich zum Sturm erwartet Heger sehr viel Niederschlag. Im Bergland und höheren Flachland kann es Schnee geben.

Update, 13. März, 10.20 Uhr, Sturmtief „Franz“ angekommen
Sturmtief „Franz“ ist in der Nacht zum Mittwoch in Norddeutschland angekommen. Dementsprechend gab der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Warnung vor teils schweren Sturmböen für große Teile Nord- und Mitteldeutschlands heraus.

Laut Wetterdienst treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 km/h (Windstärke 8 bis 9) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe müsse mit schweren Böen mit einer Geschwindigkeit von bis 95 km/h gerechnet werden, heißt es weiter. Die Warnung gilt bis etwa 20 Uhr.

Die Wettervorhersage für Ihren Ort finden Sie bei uns.

Update, 12. März, 11.40 Uhr,  Sturmtief „Franz“ im Anmarsch: Nach Sturm „Eberhard“ kündigt sich laut Wetter.com ein weiteres Tiefdruckgebiet mit starken Windböen an. „Franz“ soll Deutschland in der Nacht auf Mittwoch erreichen und mit großer Wahrscheinlichkeit bis in den Nachmittag hinein vor allem über der Mitte und im Norden für schwere Sturmböen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde sorgen.

„Zu Mittwoch erwartet uns der nächste kräftige Sturm, der sich aufs Neue zu einem Orkantief entwickeln könnte. Allerdings nimmt „Franz“ eine andere Zugbahn als Eberhard“, erklärt Gernot Schütz, Meteorologe bei wetter.com. „Von den britischen Inseln kommend, zieht das Tief in der Nacht auf Mittwoch über die Nordsee und Dänemark Richtung Ostseeküste. Da in der Regel südlich des Tiefkerns die heftigsten Böen zu erwarten sind, drohen dieses Mal besonders im Westen und Norden schwere Sturmböen. Bis in tiefere Lagen sind Spitzengeschwindigkeiten von 100 Kilometer pro Stunde durchaus möglich.“

Update, 12. März, 12.14 Uhr, Orkanartige Böen: Zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochfrüh muss in den oberen Lagen des Mittelgebirges mit Orkanböen gerechnet werden, wie die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig mitteilten. Es sei ratsam, sich in dieser Zeit nicht im Freien aufzuhalten. Sturmtief „Eberhard“ hatte am Sonntag in einigen Regionen ebenfalls Orkanstärke erreicht. Er sorgte für Stromausfälle, umgestürzte Bäume und blockierte Straßen.

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) etwa waren den ganzen Montag damit beschäftigt, ihre Gleise von umgewehten Bäumen und abgebrochenen Ästen zu befreien, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Erst am Abend konnte der Betrieb auf den meisten Strecken wieder aufgenommen werden. Auch auf der wichtigsten Route zwischen Schierke und dem Brocken setzten sich die Dampfloks am Dienstagvormittag wieder in Bewegung. Zuvor hatte das Unternehmen wegen der immer neuen Sturmtiefs seit vorigem Freitag keinen Zug mehr auf den Gipfel geschickt. Wie lange der Fahrbetrieb zum Brockenplateau angesichts des neuen Sturmtiefs anhält, ließ sich jedoch nicht abschätzen.

Update, 9. März, 10 Uhr: Das nächste Sturmtief zieht über die Nordsee nach Südschweden. Dabei soll nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der Wind im Tagesverlauf noch zunehmen. Im Nordwesten und Norden sowie in höheren Mittelgebirgslagen werden stürmische Böen um 65 Stundenkilometer,  auf dem Brocken orkanartige Böen um 110 Stundenkilometer erwartet.

Am Vormittag bevorzugt im Norden und Osten kurze Gewitter mit Graupel und teils schweren Sturmböen (Bft 10). Am Nachmittag und Abend vom Emsland und vom Niederrhein im Nordwesten bis nach Mitteldeutschland und nach Nordbayern lokal kräftige (Graupel-)Gewitter mit schweren Sturmböen, dabei auch einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.

Update: 8. März: Tief Cornelius werde Sturmböen mit sich bringen, die in den Mittelgebirgen auch Orkanstärke erreichen könnten, teilten die Landesforsten am Freitag mit. "Aufgrund des Sturms besteht eine akute Gefahr für Leib und Leben, weil Äste herunterfallen oder sogar Bäume entwurzelt werden können." Spaziergänger sollten deswegen die Wälder meiden, bis dort Schäden nach dem Sturm beseitigt worden seien.

Wetter am Wochenende stürmisch

Die Wetteraussichten für das Wochenende machen ohnehin wenig Lust auf ausgedehnte Spaziergänge: Am Samstag soll es in Niedersachsen viel regnen, bei Temperaturen zwischen 9 bis 11 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst starken Wind mit Sturmböen. Am Sonntag kommen noch Gewitterschauer dazu, im Bergland eventuell auch Schnee, die Temperaturen sinken. In der Nacht zum Montag wird es weitere Schauer geben, teils als Schnee, bei leichtem Frost könnte es auch glatt werden.

Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Es liegen Warnungen der Stufe 1 und 2 vor: Dazu schreibt der Deutsche Wetterdienst auf seiner Seite:  Ein Sturmtief zieht von Schweden nordostwärts ab. Mit stürmischer Nordwest- bis Westströmung dringt dabei zunehmend trockene Kaltluft nach Niedersachsen und Bremen.

Freitag Vormittag und erneut am Sonnabend verbreitet stürmische Böen oder STURMBÖEN zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 und 9) aus Nordwest bis West, später West bis Südwest. Sonnabend tagsüber an der Küste geringe Wahrscheinlichkeit für einzelne SCHWERE STURMBÖEN um 95 km/h (Bft 10).

Eingeschränkte Fahrt der Harzer Schmalspurbahn wegen Orkanböen

Die Fahrten der Harzer Schmalspurbahn fallen am Freitag aufgrund von Orkanböen zwischen den Stationen Schierke und Brocken aus. Im Harz sei es sehr stürmisch, teilte der Pressesprecher der Harzer Schmalspurbahnen GmbH in Wernigerode am Freitagmorgen mit. Auf dem Brocken sei der Wind besonders stark. Ob die Bahn am Samstag wieder fahren wird, entscheidet das Unternehmen erst am Samstagvormittag.

Das aktuelle Wetter finden Sie hier.

Was bedeuten die Unwetterwarnstufen des Deutschen Wetterdienstes?

VORABINFORMATION UNWETTER: Vorabinformationen gibt der DWD heraus, wenn eine Region generell mit Unwettern rechnen muss. "Das kann man als eine Art Vorwarnung begreifen", sagte Ruppert. Die Krux sei, dass sich zu diesem Zeitpunkt Gewitter noch nicht räumlich und zeitlich eingrenzen ließen, teilte der Meteorologe mit. Einige vorgewarnte Gebiete könnten also auch trocken bleiben. Die Vorwarnung gilt für eine Zeit von zwei bis drei Stunden im Voraus.

WARNSTUFE 1 (gelb): Ab Warnstufe 1 können Meteorologen das Gewittergebiet räumlich und zeitlich besser eingrenzen. Auf der Karte werden Gebiete gelb markiert, in denen man mit Gewittern und Windböen rechnen muss. Die ersten beiden Stufen zählen noch zu den Wetterwarnungen. Ab Stufe 3 spricht der DWD von Unwetterwarnungen.

WARNSTUFE 2 (orange): In die zweite Stufe fallen alle Wetterlagen mit starkem Gewitter, Windböen, Starkregen und Dauerregen.

WARNSTUFE 3 (rot): Stufe rot ist erreicht, "wenn wir davon ausgehen, dass golfballgroßer Hagel oder Regen von über 25 Milliliter pro Stunde fallen", sagte Ruppert. Der DWD empfiehlt ab dieser Stufe, Aufenthalte im Freien zu meiden.

WARNSTUFE 4 (violett): Die letzte Warnstufe beschreibt Unwetter, durch die lebensbedrohliche Situationen und große Schäden entstehen können. Diese Zellen können sich sehr schnell entwickeln.

dpa/wetterdienst/hh/imh/jdw

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Abi-Mottowoche an der Eichenschule

Abi-Mottowoche an der Eichenschule

„Kunstgeflüster“ im Domgymnasium

„Kunstgeflüster“ im Domgymnasium

Meistgelesene Artikel

Dachdecker in Schieflage: Hebebühne steckt in zehn Metern Höhe fest

Dachdecker in Schieflage: Hebebühne steckt in zehn Metern Höhe fest

Nach Unfall in Gülle-Anhänger: 23-Jähriger gestorben

Nach Unfall in Gülle-Anhänger: 23-Jähriger gestorben

Zwei Einsätze arten in Gewalt aus: Drei Polizistinnen verletzt

Zwei Einsätze arten in Gewalt aus: Drei Polizistinnen verletzt

Frau findet Bruder und Vater tot auf - Ermittler vermuten Betrug

Frau findet Bruder und Vater tot auf - Ermittler vermuten Betrug

Kommentare