Pandemie-Bekämpfung

Corona-Verordnung in Niedersachsen: „Darf uns nicht noch einmal passieren“

Stephan Weil (SPD) und ein Corona-2G-Schild vor der Weihnachtspyramide in Hannover
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Stephan Weil (SPD) erklärt die neuen Corona-Regeln in Niedersachsen. (kreiszeitung.de-Montage)

Niedersachsens Landtag stimmt über die Corona-Verordnung ab. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will bei den Corona-Regeln nochmals die Zügel anziehen.

Hannover – Die Corona-Pandemie hält ganz Deutschland weiterhin auf Trab. Bundesweit werden neue Pandemie-Regeln beschlossen, um dem Infektionsgeschehen Herr zu werden. Das gilt auch für Niedersachsen, wo erst am 23. November 2021 eine neue Corona-Verordnung verkündet wurde. Zwei Wochen später wird diese bereits angepasst. Im Niedersächsischen Landtag wird hierüber am Dienstag, 7. Dezember, offiziell entschieden.

Ministerpräsident von Niedersachsen:Stephan Weil
Geboren:15. Dezember 1958 (Alter 62 Jahre), Hamburg
Ehepartnerin:Rosemarie Kerkow-Weil (verh. 1987)
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:Ministerpräsident von Niedersachsen seit 2013
Ausbildung:Georg-August-Universität Göttingen (1978–1983)
Vorherige Ämter:Präsident des Bundesrates der Bundesrepublik Deutschland (2013–2014) u.v.m.
Bücher:Das EXPO-Projekt: Weltausstellung und Stadtzukunft u.v.m.

Neue Corona-Verordnung in Niedersachsen: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält Verschärfung für alternativlos

Im Mittelpunkt steht mal wieder Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), für den eine Verschärfung der Corona-Regeln alternativlos ist. 2G, 2G plus, 3G, verschiedene Corona-Warnstufen, Maskenpflicht, Abstandsregel – es ist eine Vielzahl an Schlagwörtern, die in der Corona-Verordnung fest verankert sind. Und über die weiterhin transparent und unmissverständlich informiert werden soll.

Dementsprechend wird eine neue Corona-Verordnung verabschiedet, welche die geltenden Richtlinien für die folgenden Wintermonate vorgibt. Nicht zuletzt die Entdeckung der Corona-Variante Omikron macht diesen Schritt unumgänglich. Mittlerweile sind in Niedersachsen zwei Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante bestätigt worden.

Zudem analysiert das Landesgesundheitsamt zwei weitere Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Omikron. Die Ergebnisse sollen zeitnah vorliegen. Die Variante vom Coronavirus gilt als aggressiver als zuvor entdeckte Variante und bereitet Virologen bundesweit Sorgen.

Wütender Weil: Ministerpräsident Niedersachsens kritisiert zu zögerliche Stiko-Empfehlungen

In seiner Rede im Niedersächsischen Landtag am Dienstag, 7. Dezember, hatte Stephan Weil zudem seinen Unmut freien Lauf gelassen. Der Ministerpräsident bezog sich auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) im Rahmen der Corona-Pandemie. Diese seien nach dem Gusto von Weil häufig viel zu spät erfolgt.

Zudem hoffe der Sozialdemokrat mit Blick auf Corona-Schutzimpfungen für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren auf eine schnelle, vor allem klare Empfehlung. Auch aufgrund der relativ späten Stiko-Empfehlung in Relation zu anderen Ländern habe Deutschland immer wieder später mit dem Impfen begonnen. „Das darf uns jetzt in dieser Situation nicht noch einmal passieren“, so Weil.

Corona-Tests in Niedersachsen: Bundesland sei zunehmend besser aufgestellt

Einmal in Fahrt, ließ es sich Stephan Weil auch nicht nehmen, den Finger in eine weitere, noch offene Wunde zu legen. Denn bei Corona-Tests sieht der Sozialdemokrat vereinzelt immer noch Liefermängel*. Dies würde aber nicht nur für Niedersachsen, sondern für ganz Deutschland gelten.

Der Bund, aber auch die Industrie hätten jedoch versprochen, ihre Produktion hochzufahren und somit lieferfähig zu sein. Laut Stephan Weil würde allein Niedersachsen sechs Millionen Corona-Tests pro Woche bestellen. Und: die Zahl der Corona-Teststellen in seinem Bundesland würde täglich wachsen.

Niedersachsen will bis Jahresende 2,8 Millionen Boosterimpfungen verabreichen

Zudem sieht Weil Niedersachsen hinsichtlich Boosterimpfungen gegen das Coronavirus gut aufgestellt. Geplant ist, dass bis Jahresende 2,8 Millionen Menschen ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Knapp die Hälfte davon seien bereits durchgeführt worden, merkte Weil im Niedersächsischen Landtag an.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist 1,36 Millionen geboosterte Menschen in Niedersachsen aus. Dies entspricht 17 Prozent der Bevölkerung. Darüber hinaus verwies Stephan Weil auf die rund 4600 Arztpraxen sowie 177 mobile Impfteams, die sich an der Impfkampagne beteiligen würden. Und: bei Bedarf würde das Land Niedersachsen noch weitere Impfteams der Kommunen finanzieren. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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