Innengastro, Treffen, Kino, Sport

Neue Corona-Verordnung in Niedersachsen: Das ändert sich jetzt

Heute soll die neue Corona-Verordnung in Niedersachsen in Kraft treten. Das Land plant weitere Lockerungen – auch bei der Innengastronomie.

Hannover – Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter. Am Sonntag, 30. Mai 2021 lagen fast alle Landkreise und kreisfreien Städte bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der kritischen Marke von 100. Nur in der Stadt Emden lag die Inzidenz mit 112,2 noch oberhalb der Schwelle zum Hotspot. Neben Emden verzeichnet nur noch der Landkreis Holzminden eine Sieben-Tage-Inzidenz über der kritischen Marke von 50.

Im landesweiten Durchschnitt liegt die Inzidenz bei 23,1 nach 24,8 am Vortag. Nur Mecklenburg-Vorpommern (14,7), Schleswig-Holstein (17,9), Brandenburg (20,0) und Hamburg (22,4) meldeten noch niedrigere Werte.

Land:Niedersachsen
Neuinfektionen:295
7-Tage-Inzidenz:23,1
Niedrigster Inzidenzwert:Landkreis Cuxhaven (6,1)
Höchster Inzidenzwert:Stadt Emden (112,2)

Daten aktualisiert am 30. Mai

Angesichts dieser Entwicklung bereitet das Land weitere Öffnungsschritte vor. Nachdem am Dienstag, 25. Mai 2021 einige Lockerungen der Corona-Beschränkungen bereits in Kraft getreten sind, plant nun die Landesregierung weitere Änderungen.

Corona-Lockerungen: Niedersachsen könnte einen neuen Stufenplan entwickeln

Die Verordnung könnte den Corona-Stufenplan des Landes berücksichtigten, der am 10. Mai 2021 vorgestellt wurde und drei Stufen für die weiteren Lockerungen vorsieht: ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35, ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 und ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100.

Es ist allerdings noch unklar, ob der Stufenplan tatsächlich in die neue Verordnung einfließt. So warnte der Chef des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, vor der Gefahr der neuen indischen Virusvariante. Die Infektionszahlen stiegen in Großbritannien, wo die Variante verstärkt auftritt, seit Donnerstag wieder an, erklärte Scholz am Freitag in Hannover. Die Frage sei, ob die indische Variante die sinkende Kurve der Neuinfektionen gefährden könne. „Das scheint der Fall zu sein“.

Nach der Außengastronomie könnte nun in Niedersachsen auch die Innengastronomie wieder öffnen.

Insofern werde auf den aktuellen Stufenplan 2.0 wohl ein Stufenplan 3.0 folgen, der auch mögliche Auswirkungen der indischen Variante in den Blick nehme, sagte Scholz im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Innengastronomie könnte unter Auflagen wieder öffnen

Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und des „Norddeutschen Rundfunks“ (NDR) sollen die Erleichterungen vor allem die Bereiche Gastronomie, Sport und Kultur betreffen. Voraussetzung dafür ist eine stabile Inzidenz unter 35. So sollte zum Beispiel die Innengastronomie mit beschränkter Kapazität, Testpflicht und Sperrstunde öffnen. In der Außengastro soll – analog zum Einzelhandel – die Testpflicht wegfallen. Bei halber Gästezahl sollen auch Clubs, Bars und Diskotheken wieder öffnen dürfen. Open-Air-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern sollen ebenfalls wieder stattfinden.

Darüber hinaus sind Erleichterungen für Kinos und Theater vorgesehen. Messen und Jahrmärkte sollen unter Hygieneauflagen wieder erlaubt sein. Lockerungen sind außerdem bei den Kontaktbeschränkungen geplant. So könnten sich wieder bis zu 10 Personen aus maximal drei Haushalten treffen dürfen. Gute Nachrichten gibt es wohl auch für Sportler zu verkünden. Denn der Mannschaftssport soll ebenfalls wieder zulässig sein. Auch Fitnessstudios sollten wieder öffnen.

Unterdessen hat Bremen weitreichende Corona-Lockerungen angekündigt. Hamburg plant ebenfalls weitere Öffnungsschritte*.

Niedersachsen lockert: Schulen kehren am Montag in Regelbetrieb zurück

Am Montag, 31. Mai kehren in Niedersachsen praktisch alle Schulen in den Regelbetrieb zurück. In den Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 können Schülerinnen und Schüler wieder gemeinsam in den Unterricht, kündigte Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (SPD) an. Voraussetzung ist, dass die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 50 liegt.

Über fünf Monate lang wurden die Schüler überwiegend im Distanzlernen und zuletzt wieder in geteilten Klassen unterrichtet. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (mit Material der dpa)

Artikel aktualisiert am 30. Mai um 15:40 Uhr

Rubriklistenbild: © Ole Spata

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