Lockerungen in Kraft

Neue Corona-Regeln in Kraft: Das gilt nun in Niedersachsen

Seit dem 10. Mai gelten in Niedersachsen weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.

Hannover – In Niedersachsen gelten seit dem 10. Mai neue Corona-Regelungen. Die Lockerungen, die von der Landesregierung beschlossen wurden, sehen Erleichterungen in verschiedenen Bereichen vor.

Bundesland:Niedersachsen
Landeshauptstadt:Hannover
Bevölkerungsdichte:168 Einwohner pro km²
Regierende Parteien:SPD und CDU

Wichtig zu wissen: Alle Lockerungen setzen Inzidenzwerte voraus, die konstant unter 100 liegen. Bei Werten darüber greift die Bundes-Notbremse und es kommt automatisch zu Beschränkungen wie Ausgangssperren. Niedersachsen will bei den geplanten Maßnahmen, wie bereits im vergangenen Jahr, anhand eines Stufenplans vorgehen. Unterdessen soll in Hamburg die Ausgangssperre fallen*. hat auch der Bundesrat Erleichterungen für Geimpfte und Genesene zugestimmt*.

Niedersachsen lockert Corona-Regeln: Änderungen zuerst nur für Außenbereiche

Die Lockerungen in Niedersachsen betreffen verschiedene Bereiche des Alltags, einige grundlegende Voraussetzungen finden aber übergreifend Gültigkeit. Für einige Aktivitäten muss vorab ein Schnelltest gemacht werden und erst ein negatives Ergebnis berechtigt zur Teilnahme oder zum Betreten, wie beispielsweise der Besuch im Heide Park Soltau. Niedersachsen legt nun fest, dass vollständig Geimpfte sowie Genesene mit Personen gleichberechtigt sind, die ein negatives Testergebnis vorlegen. Diesbezüglich hat am Freitag der Bundesrat Erleichterungen für Geimpfte und Genesene zugestimmt*.

Die Gastronomie darf unter bestimmten Voraussetzungen zunächst ihre Außenbereiche wieder für Gäste öffnen, zwei Wochen später sollen auch die Innenbereiche folgen.

Auch gilt, dass die Lockerungen zuerst auf Außenbereiche angewandt werden. Das bedeutet, dass zum Beispiel Innenbereiche von Restaurants erst zwei Wochen nach den Außenbereichen wieder Gäste empfangen dürfen. Die Gefahr einer Ansteckung ist im Innenbereich höher und so könne eine Öffnung erst vorsichtig im sichereren Außenbereich getestet werden, erklärte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) in Hannover.

Verbunden mit den Öffnungen ist auch der weitere Ausbau von Testmöglichkeiten. Dritte Grundlage des Lockerungs-Kurses sind die Schnelltests. Doch welche Veränderungen sollen nun mit der neuen Corona-Verordnung ab Montag in Kraft treten?

Lockerungen in Niedersachsen: Das gilt für Einzelhandel, Gastro und Tourismus

- Einzelhandel öffnet ohne Termin: Der gesamte Einzelhandel darf in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Corona-Inzidenz unter 100 wieder öffnen. Negativ Getestete sowie Geimpfte dürfen ohne Terminvereinbarung einkaufen. Allerdings gelten in den Läden Zugangsbeschränkungen und die Kontaktverfolgung muss gewährleistet sein.

- Gastronomie im Außenbereich: In Landkreisen und kreisfreien Städten, die eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vorweisen, dürfen ab Montag Restaurants ihre Außenbereiche öffnen. Geht alles gut, folgen zwei Wochen später auch die Innenbereiche. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept und die Kapazität ist begrenzt. Außerdem gilt: Um 23 Uhr ist Sperrstunde. Für den Innenbereich soll eine maximale Auslastung von 50 Prozent gelten.

Touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen sind wieder möglich. 

- Urlaub im Bundesland: Touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen sind wieder möglich. Übernachten dürfen jedoch vorerst nur die Niedersachsen selbst und das auch nur, wenn nicht mehr als 60 Prozent der Kapazität ausgelastet werden. In drei Wochen könnten Besucher aus anderen Bundesländern folgen. Voraussetzung für die Übernachtung ist auch hier ein negativer Schnelltest oder ein Impfnachweis.

- Kultur unter freiem Himmel: Veranstaltungen wie Theater im Freien werden erlaubt. Voraussetzung ist ebenfalls ein negatives Testergebnis. Außerdem müssen es Veranstaltungen mit festem Sitzplatz sein und es gilt eine Maskenpflicht.

Lockerungen in Niedersachsen: Rückkehr in die Schulen nach fünf Monaten Distanzunterricht

- Sport im Freien: Mit Gruppen von bis zu 30 Personen ist Kindern ab Montag wieder Sport im Freien erlaubt. Hintergrund ist, dass Kinder in der Schule zweimal in der Woche getestet werden. Kontaktfreier Sport soll auch für Erwachsene wieder möglich sein.

Viele Schüler in Niedersachsen befinden sich inzwischen seit knapp fünf Monaten im reinen Distanzunterricht und haben ihre Schule seit Mitte Dezember nicht mehr besucht.

- Zurück in die Schule: Kitas und Schulen kehren ab Montag wieder in den Betrieb zurück. Solange der Inzidenzwert unter 165 liegt, wird das auch so bleiben. Kita-Kindern werden nur in festen Gruppen betreut. Der Unterricht an den Schulen findet im Wechselmodell statt. Wechselunterricht, das Szenario B, bedeutet, dass eine Hälfte der Schüler in der Schule unterrichtet wird, während die andere Hälfte zu Hause lernt.

Viele Schüler in Niedersachsen befinden sich inzwischen seit knapp fünf Monaten im reinen Distanzunterricht und haben ihre Schule seit Mitte Dezember nicht mehr besucht. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de, nordbuzz.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Dietze

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