Eine Übersicht

Corona-Regeln Niedersachsen: Das gilt jetzt

Inzidenz unter 10: Seit Montag (21. Juni) gelten in Niedersachsen neue Lockerungen. Von der Maskenpflicht bis zu Kontakten: alle Corona-Regeln im Überblick.

Hannover – Niedersachsen ist in Lockerungs-Laune – und kann es sich erlauben: Die meisten Landkreise und kreisfreien Städte sind einstellig, haben eine Inzidenz unter 10. Bleibt sie stabil darunter, dürfen sich die Menschen ab Montag, 21. Juni 2021, über weitere Lockerungen freuen.

Deutsches Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Damit kehrt das Bundesland Schritt für Schritt zur Normalität zurück: Die Landesregierung kündigte jüngst neue Lockerungen in Niedersachsen an, die bereits an diesem Wochenende griffen. Und bald könnte sogar die generelle Maskenpflicht fallen.

Für kommende Woche sind zahlreiche weitere Maßnahmen vorgesehen. Die neue Corona-Verordnung sollen zunächst bis zum 16. Juli gelten. Die neuen Regeln im Überblick:

  • Bleibt die Inzidenz stabil unter 10:
  • Dann dürfen sich in geschlossenen Räumen bis zu 25 Personen ohne Testpflicht privat treffen. Draußen ist das sogar mit bis zu 50 Personen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden da nicht mitgezählt. Ebenfalls von Obergrenze ausgenommen: vollständig geimpfte und genesene Personen sowie Begleiter und Betreuer von Menschen mit wesentlichen Behinderungen und Pflegebedürftige.
  • Müssen Verantwortliche von diesen Treffen und Feiern sicherstellen, dass die Gäste einen negativen Test vorweisen oder zeigen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Kinder bis einschließlich 14 Jahre müssen keinen Test machen.
  • Sind Sitzungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen auch ohne Abstandsregeln und Maskenpflicht möglich. Allerdings nur, wenn in Innenräumen nicht mehr als 25 Personen zusammenkommen und unter freiem Himmel nicht mehr als 50. Bei größeren Veranstaltungen gilt die Abstands- und auch die Maskenpflicht, solange kein Sitzplatz eingenommen wurde. Wenn alle Teilnehmer geimpft, genesen oder getestet wurden, entfallen die Hygiene-Regeln. Veranstalter müssen die Daten der Gäste aufnehmen, damit die Kontakte gegebenenfalls zurückverfolgt werden können.
  • Kommen drinnen mehr als 25 Personen und draußen mehr als 50 Personen zusammen, müssen Verantwortliche von diesen Treffen und Feiern sicherstellen, dass die Gäste einen negativen Test vorweisen oder zeigen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Kinder bis einschließlich 14 Jahre müssen keinen Test machen.
  • Darf man wieder uneingeschränkt an Stadtführungen und Führungen durch Natur und Landschaften teilnehmen – auch ohne Masken- und Abstandspflicht.
  • Brauchen touristische Schiffs- , Kutsch-, Bus- sowie Seilbahnfahrten ein Hygienekonzept. Auf Sitzplätzen muss Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Muss bei touristischen Übernachtungen ein negativer Corona-Test bei Anreise vorgelegt werden.
  • Entfallen bei geschlossenen Feiern in der Gastronomie die Personenbegrenzungen. Ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen draußen müssen nicht vollständig geimpfte oder genesene Personen einen negativen Testnachweis vorlegen.
  • Dürfen Party-Gänger in den geöffneten Clubs und Diskotheken feiern – wenn sie nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet wurden. Dann entfallen sogar Masken- und Abstandspflicht.
  • Wird auf Wochenmärkten die Maskenpflicht aufgehoben.

Neue Corona-Lockerungen in Niedersachsen: weitere Änderungen

Zudem soll es ab kommender Woche weitere Lockerungen geben: So soll etwa bei stabilen Inzidenzen unter 35 die Maskenpflicht auf Parkplätzen aufgehoben werden.

Und wer in Wohnmobilen oder Kraftfahrzeugen zu touristischen Zwecken auf öffentlichen und erlaubten Flächen übernachtet, darf das künftig unabhängig vom Inzidenzwert tun. Mitarbeiter von Clubs und Diskotheken sind verpflichtet, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Niedersachsen lockert Corona-Regeln – auch für Schulen

Bei Angeboten der Jugendarbeit entfällt bei Inzidenzen unter 50 die Maskenpflicht. Eine wichtige Neuerung auch: Kommt es in Landkreisen und kreisfreien Städten zu Corona-Ausbrüchen, die den Schwellenwert des Stufenplans durch räumlich abgegrenzte Neuinfektionen hochschnellen lässt, dann greift nicht mehr automatisch die nächsthöhere Stufe.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil freut sich über die entspannte Corona-Lage im Land. Die Regierung hat weitere Lockerungen angekündigt.

Lockerungen auch für Schülerinnen und Schüler: Sie müssen auf Schulhöfen ab sofort keine Masken mehr tragen. Das gab Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag bekannt. In Schulgebäuden, auf Fluren und Toiletten sowie in Treppenhäusern, besteht die Maskenpflicht aber weiterhin. Auch regelmäßige Corona-Selbsttests müssen fortgeführt werden.

Entspannte Corona-Lage in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil freut‘s

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nannte die Corona-Entwicklung im Land ermutigend: „Die Infektionszahlen in Niedersachsen befinden sich in einem deutlichen Abwärtstrend.“ Er mahnte gleichzeitig: „Bei aller Freude müssen wir vorsichtig bleiben. (...) Die Delta-Variante breitet sich in Europa aus und wird auch an uns nicht vorbeigehen.“ Vor allem in Großbritannien wachsen die Fallzahlen mit der Mutation.

Müssen weiter vorsichtig bleiben

Niedersachsen-Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) 

Noch stabilisiert sich die Gesamtsituation in Nordwestdeutschland weiter. Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen bis Samstag im Schnitt aller Kommunen von 5,8 am Vortag auf zuletzt 5,2. Auch die absolute Summe der zusätzlichen Neuinfektionen nahm nochmals ab – von 83 am Freitag auf 52. Zwei Todesfälle kamen hinzu, insgesamt starben bisher in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Covid-19-Erreger 5726 Menschen.

Corona in Niedersachsen: Viele Kommunen unter 10

Sämtliche Kreise und Städte hielten bis Samstag ein Inzidenzniveau von unter 20. Der Landkreis Holzminden hatte statistisch mit 19,9 Fällen noch die vergleichsweise meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über eine Woche. Es folgten Delmenhorst (16,8), der Kreis Diepholz (13,4), die Grafschaft Bentheim (12,4) und der Kreis Stade (10,8). Alle anderen Kommunen lagen unter 10. Für die Kreise Goslar und Lüchow-Dannenberg gab das RKI inzwischen einen Wert von Null an.

In Bremen entspannte sich die Lage ebenfalls. Hier betrug die Sieben-Tage-Inzidenz im Durchschnitt 6,3, nach 8,4 am Vortag. Eine neue Corona-Verordnung sieht neue Lockerungen vor. Mit Material der dpa. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Francois Klein

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