Gegendemonstranten bewerfen Neonazis mit Konfetti

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Demonstranten halten in Bad Nenndorf während einer Gegendemonstration "Bunt statt Braun - Bad Nenndorf wehrt sich" ein Schild hoch.

Bad Nenndorf - Mehr als 700 Menschen haben in Bad Nenndorf einen Aufmarsch von rund 180 Neonazis verulkt. Sie dekorierten die Marschroute der Rechtsextremen als Strecke für einen Spendenlauf und bewarfen die Teilnehmer mit Konfetti.

Die Organisatoren der Gegendemo hatten angekündigt, dass Bürger und Unternehmen aus der kleinen Kurstadt für jede Minute Aufenthaltszeit der Neonazis in Bad Nenndorf 10 Euro an ein Aussteiger-Netzwerk spenden wollen. In der Stadt gibt es seit 2006 jedes Jahr Anfang August einen Aufmarsch. Die Teilnehmerzahl ging aber in diesem Jahr erneut zurück, früher waren bis zu 1000 Rechtsradikale gekommen.

Vorwand für den sogenannten „Trauermarsch“ der Neonazis ist der Hintergrund des dortigen Wincklerbades, dass die Briten nach dem Krieg als Verhörzentrum und Militärgefängnis genutzt hatten. Mit einer Blockade des Bahnhofes in Bad Nenndorf hatten linke Demonstranten den Aufmarsch der Rechtsradikalen zunächst ausgebremst. Bei ihrer Ankunft in der Kurstadt blockierten sie die Türen einer S-Bahn, deswegen konnte der nachfolgende Zug, mit dem die Neonazis anreisen wollten, nicht einfahren.

Von Haste bei Wunstorf aus traten deshalb rund 100 Rechtsextreme unter Polizeibegleitung den rund sieben Kilometer langen Fußmarsch nach Bad Nenndorf an. Eine aggressive Stimmung entstand nach Polizeiangaben, als Beamte einen von Demonstranten blockierten Bahnübergang räumten. Etwa 50 vermummte Menschen griffen die Polizisten an und bewarfen sie mit Feuerwerkskörpern. Zwei Beamte wurden verletzt. Überwiegend verlief der Protest aber friedlich. Die Gegenkundgebung stand unter dem Motto „bunt statt braun“.

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