Naturschützer bemängeln Schwachstellen

Lob und Kritik für Nationalpark Wattenmeer

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Naturschützer haben zum 30. Gründungsjahr des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer die positive Entwicklung des Schutzgebietes gelobt.

Wilhelmshaven - Naturschützer haben zum 30. Gründungsjahr des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer die positive Entwicklung des Schutzgebietes gelobt.

Zugleich kritisierten sie aber auch, es gebe immer noch „schmerzhafte Schwachstellen“. So gebe es für die Unterwasserwelt des Weltnaturerbes noch immer kaum Schutz, teilten WWF und BUNDmit. Außerdem würden die Mündungen von Elbe, Weser und Ems von Schifffahrt und Hafenwirtschaft extrem genutzt.

„Mit den Vertiefungen der Flussmündungen, mit Baggerungen und Verklappungen, aber auch mit Gaspipelines und Kabeltrassen für die Offshore-Windparks wird sehr stark in den Wattenmeerboden eingegriffen“, teilte Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler vom Verband BUND am Mittwoch mit. So werde eine natürliche Entwicklung in großen Teilen des Nationalparks erheblich erschwert. Auch der biologische Teil der Unterwasserwelt sei kaum geschützt. Fast überall würden Krabben und Miesmuscheln gefischt, sagte Hans-Ulrich Rösner vom WWF. Deshalb gebe es dort auch keine Katzenhaie oder Rochen.

Die Verbände lobte aber auch die positive Entwicklung. „An der Küste kann man stolz sein auf den Nationalpark: Seehunde sind auf einen großen Bestand angewachsen, die einst im Wattenmeer ausgerotteten Kegelrobben kamen zurück, viele Salzwiesen sind geschützt, und Millionen von Küstenvögeln finden mehr Ruhe zum Rasten und Brüten“, sagte Rösner.

Der Nationalpark wurde am 1. Januar 1986 gegründet. Die Schutzmaßnahmen der Wattenmeerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark sowie die Bedeutung des Wattenmeeres führten 2009 zur Anerkennung des Gebietes als Unesco-Weltnaturerbe.

dpa

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