Kultusminister Tonne

Nach Sommerferien: Niedersachsen plant vollständigen Regelbetrieb in Schulen

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne.
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Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Nach den Ferien sollen die Schulen in Niedersachsen im Regelbetrieb starten. Kultusminister Tonne stellte die Pläne für das kommende Schuljahr vor.

Hannover – Die Schulen in Niedersachsen sollen trotz der noch nicht ausgestandenen Corona-Pandemie nach den Sommerferien möglichst im Regelbetrieb öffnen, allerdings mit Vorsichtsmaßnahmen. Das sehen die Pläne zum Schulbetrieb im kommenden Schuljahr vor, die Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag, 22. Juni in Hannover vorgestellt hat.

Corona-Fallzahlen für Niedersachsen zum 22. Juni: 260.679
davon neu (zum Vortag): 36
Verstorbene:5.733
davon neu (zum Vortag): 6
7-Tage-Inzidenz:4,5
Impfquote in Prozent: 52,1

Es gehe um ein Maximum an Planungssicherheit für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulen, sagte der SPD-Politiker. „Bei allen Unwägbarkeiten: Wir möchten Orientierung geben, wie es nach den Sommerferien weitergehen könnte.“

Präsenzunterricht in Niedersachsens Schulen: Testpflicht für Schülerinnen und Schüler bleibt

Ab dem 2. September soll es mit dem Szenerio A losgehen, das heißt: Präsenzunterricht in ganzen Klassen und gemeinsames Lernen. „Trotzdem dürfen wir nicht auf Sicherheitsmaßnahmen verzichten“, schätzt Tonne ein. Das Infektionsgeschehen müsse regelmäßig beobachtet werden. „Wir können aber nicht mit dem ersten Schultag so tun, als hätte es das alles nicht gegeben“, sagt Tonne. Die Pandemie solle von den Lehrerinnen und Lehrern aufgegriffen und in den Unterricht eingebunden werden.

Klar sei aber, dass es weiterhin Sicherheitsvorkehrungen geben müssen. Dazu zählt nach den Plänen der Landesregierung ein Festhalten an der Testpflicht für Schülerinnen und Schüler zumindest bis Ende September. Dies habe sich bewährt, stellt der Kultusminister fest. Genesene und vollständig geimpfte Personen sind von der Testpflicht ausgenommen.

Die ersten vier Wochen soll es zudem keine Klassenarbeiten geben. Der Kultusminister hatte bereits angekündigt, dass es auch im kommenden Schuljahr faire Abschlussprüfungen geben soll. Den Prüflingen des kommenden Jahrgangs würden keine coronabedingten Nachteile entstehen. Außerdem will Tonne das zu Ende gehende zweite Schulhalbjahr unter Corona-Bedingungen bewerten.

Zuvor bereits hatte der Minister den Beschluss der Kultusministerkonferenz begrüßt, dass es im neuen Schuljahr keine monatelangen Schulschließungen mehr geben soll. Das Schuljahr 2021/2022 solle nach den Sommerferien im vollständigen Regelbetrieb beginnen, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt.

Niedersachsen plant Präsenzunterricht: Gewerkschaft fordert Investitionen in die Sicherheit an den Schulen

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) forderte unterdessen, dass die Schulen pandemiefest gemacht werden. „Es muss jetzt alles getan werden, damit im neuen Schuljahr ein regulärer Schulbetrieb und damit ein normales Leben für alle möglich sein wird“, sagte der VNL-Vorsitzende Torsten Neumann. „Wir brauchen keine großen, markigen Worte, wir brauchen jetzt konkrete Taten, die auch umgehend umgesetzt werden.“

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte Investitionen in die Sicherheit an den Schulen. Die Landesregierung hänge offenbar dem Irrglauben an, Corona-Tests und -Impfungen seien ausreichend, sagte die GEW-Landeschefin Laura Pooth. Tatsächlich fehle es an konkreten Zusagen für Investitionen in Personal, Ausstattung und Räumlichkeiten. Viele Schulen blickten mit erheblichen Sorgen auf den Schuljahreswechsel. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

mit Material der dpa

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