Vater erschossen

Nach Mord-Urteil gegen 17-Jährigen - Verteidigung legt Revision ein

Göttingen – Mit dem gewaltsamen Tod eines 58-Jährigen, der bei Göttingen von seinem 17 Jahre alten Sohn erschossen wurde, muss sich jetzt der Bundesgerichtshof befassen. Die Verteidigung habe Revision gegen die Verurteilung des Jugendlichen wegen Mordes eingelegt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Göttingen am Mittwoch.

Die Richter hatten den Gymnasiasten in der vergangenen Woche zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt. Sie waren den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefolgt und blieben deutlich unter der möglichen Höchststrafe von zehn Jahren.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Göttinger Schüler seinen in Kassel lebenden Vater im April in der Feldmark bei Göttingen mit vier Schüssen aus einer Pistole getötet hat. Der Schüler befand sich nach Überzeugung des Gerichts zum Zeitpunkt der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand. Die Verteidigung hatte wegen völliger Schuldunfähigkeit auf Freispruch plädiert.

Zum Auftakt des Prozesses, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, hatte der Gymnasiast nach Angaben des Gerichts die Tötung seines Vaters gestanden. Die Ermittlungsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, das Tatmotiv liege vermutlich im innerfamiliären Bereich. Vater und Sohn hatten kaum Kontakt zueinander.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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