Opfer wahllos ausgewählt

20-Jähriger nach Messerangriff auf Richter in Psychiatrie eingewiesen

Hildesheim - Nach dem Messer-Angriff auf einen Richter in Hildesheim kommt der Tatverdächtige in die Psychiatrie. Es werde davon ausgegangen, dass der 20-Jährige vermindert schuldfähig sei.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Freitag mit. Deshalb sei ein Unterbringungsbefehl erlassen worden. Der Verdächtige hatte der Polizei gesagt, nach der Einnahme bewusstseinsverändernder Substanzen habe er sein Opfer "dem Himmel zuführen" wollen. Der 20-Jährige war am Mittwoch nach tagelangen Ermittlungen festgenommen worden.

Er soll auf den 60-jährigen Richter von hinten eingestochen haben, als dieser mit dem Fahrrad unterwegs war. Die Waffe mit der 20 Zentimeter langen Klinge war im Rücken des Opfers stecken geblieben. Der Richter wurde lebensgefährlich verletzt.

Vor dem Untersuchungsrichter habe der Verdächtige keine Angaben gemacht, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Mann wurde in das Maßregelvollzugszentrum Moringen (Kreis Northeim) eingewiesen. Dort werden psychisch kranke Straftäter untergebracht.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa

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