Impfskandal

Nach Kochsalz-Injektionen in Friesland: 50 Euro Entschädigung für Betroffene

Eine ältere Dame betritt das Impfzentrum Landkreis Friesland.
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Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen bieten das Land Niedersachsen und der Landkreis Friesland den über 10.000 Betroffenen eine Entschädigung an. (Archivbild)

Nachdem mehr als 10.000 Personen in Friesland mit Kochsalzlösung statt mit einem Vakzin gegen Corona geimpft wurden, bieten Land und Landkreis Entschädigung an.

Jever – Jeder der 10.000 Betroffenen des Impfskandals im Landkreis Friesland erhalten entweder 35 oder 50 Euro Aufwandsentschdädigung. 35 Euro gibt es für diejenigen, die eine Impfung wiederholen müssen, 50 Euro erhält, wer zweimal nachgeimpft werden muss. Das gab der Landkreis online bekannt. Die Entschädigungen kommen vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Friesland.

Deutscher Landkreis:Friesland
Fläche:607,91 Quadratkilometer
Einwohner:98.971 (Stand: 31. Dezember 2020)
Verwaltungssitz:Jever
Landrat:Sven Ambrosy (SPD)

Wer die Aufwandsentschädigung erhalten möchte, der muss ein Antragsformular auf der Homepage des Landkreises Friesland herunterladen. Dieses Formular muss anschließend ausgefüllt, ausgedurckt und unterschrieben werden. Beim Landkreis einreichen kann man es schließlich per E-Mail oder per Post, berichtet der NDR.

Entschädigung für Kochsalz-Impfungen: Vordruck ausfüllen und beim Landkreis einreichen

Alternativ könne der Vordruck auch bei den Städten und Gemeinden abgeholt werden, teilte der Landkreis weiter mit. Derzeit werde an einem Online-Formular gearbeitet, das von Ende kommender Woche an zur Verfügung stehen soll. Der Nachweis über die Nachholimpfung müsse dem Antrag beigefügt werden.

Die Kosten übernehme das Land, die Auszahlung erfolge über den Landkreis. „Ich möchte ausdrücklich dem Land Niedersachsen danken, dass wir gemeinsam diese unbürokratische Lösung anbieten können“, sagt Landrat Sven Ambrosy.

Eine Krankenschwester hatte zugegeben, im Kreisimpfzentrum sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösung aufgezogen haben könnte. Um die möglichen fehlenden Impfungen nachzuholen, sollten daher rund 10.000 Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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