Risiko in Niedersachsen überdurchschnittlich hoch

Nach jahrelangem Rückgang wieder mehr Verkehrstote in Niedersachsen

Hannover/Bremen - Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen ist nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr in den ersten sechs Monaten 2017 wieder etwas gestiegen.

Auf den Straßen des Landes kamen zwischen Januar und Juni 212 Menschen ums Leben. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, sind dies 2,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anstieg fiel damit geringer aus als im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit erhöhte sich die Zahl der Verkehrstoten um 6,2 Prozent auf 1536. In Bremen stieg die Zahl um einen tödlichen Verunglückten auf sieben.

Bundesweit war die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr 2016 auf 3214 und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren gesunken. Als einen Grund nannte der ADAC die verbesserte Sicherheit der Fahrzeuge. Eine weitere Ursache für den besonders deutlichen Rückgang der Zahl tödlicher Unfälle in Niedersachsen um 8,5 Prozent auf 418 im Jahr 2016 sei auch das Wetter mit wenig Blitzeis und Schneeglätte gewesen.

Das relative Risiko, auf der Straße ums Leben zu kommen, ist in Niedersachsen - ähnlich wie in den meisten Flächenländern - weiterhin überdurchschnittlich hoch. Im ersten Halbjahr 2017 gab es 27 Verkehrstote je eine Million Einwohner. Deutschlandweit lag dieser Wert bei 19. Die relativ wenigsten Verkehrstoten gab es in den Stadtstaaten, weil Unfälle auf innerstädtischen Straßen wegen des geringeren Tempos meist glimpflicher verlaufen als auf Landstraßen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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