Impfzentrum in Friesland

Nach Impfskandal mit Kochsalzlösung: Betroffene erhalten 208.000 Euro

Der Impfskandal in Friesland immer noch seine Kreise. Monate später zahlen Land und Kreis den Betroffenen finanzielle Entschädigung.

Update vom 31. Dezember 2021: Es ist nun einige Monate her, seit dem mehr als 5000 Personen in Schortens im Landkreis Friesland Opfer eines Impfskandals geworden waren. Dort haben Betroffene statt einer Impfung gegen das Corona-Virus eine Kochsalzlösung erhalten. Nun zahlen das Land Niedersachsen und der Kreis Friesland Entschädigung. Insgesamt 208.000 Euro, aufgeteilt auf die Betroffenen, teilte die Kreisverwaltung mit.

StadtSchortens
Bevölkerung20.321
Fläche68,67 km²
LandkreisFriesland

Insgesamt seien 5852 Anträge eingegangen, die eine Genehmigung bekommen hätten, 93 weitere würden sich in Bearbeitung befinden. Menschen die aufgrund des Skandals eine Impfung nachholen mussten, haben 35 Euro erhalten, Personen die zwei Mal nachträglich geimpft werden mussten, hätten 50 Euro erhalten. Das Land trage die Kosten, der Landkreis zahlte die Entschädigung aus.

Ursprungsmeldung vom 26. August 2021: Schortens – Im Rahmen des mutmaßlichen Impfskandals in Schortens, bei dem eine Frau in tausenden Fällen Impfstoffe gegen Kochsalzlösungen ausgetauscht haben soll, hat die Polizei am Donnerstag, 26. August mehrere Objekte im Landkreis Friesland durchsucht.

Wie das Polizeipräsidium Oldenburg mitteilte, fanden die Durchsuchungsmaßnahmen der sogenannten Ermittlungsgruppe „Vakzin“ in den frühen Morgenstunden statt. Im Mittelpunkt standen unter anderem das Impfzentrum Roffhausen und Räumlichkeiten der DRK-Kreisverbände Jeverland und Varel-Friesische Wehde.

Im Verdacht steht eine ehemalige Krankenschwester. Bereits im April hatte sie davon gesprochen, in sechs Fällen Kochsalzlösungen statt Impfstoff abgefüllt zu haben. Zunächst hieß es, dass ihr beim Anmischen eine Dosis mit Impfstoff kaputtgegangen sei. Doch es mehrten sich die Hinweise, dass deutlich mehr Personen davon betroffen seien könnten.

Impfskandal in Friesland: Schwere Vorwürfe gegen das Rote Kreuz

10.000 Menschen sollen daher eine Nachimpfung erhalten. Eine Mitarbeiterin macht dem Deutschen Roten Kreuz schwere Vorwürfe, Warnhinweise ignoriert zu haben. Bereits fünf Tage vor dem ersten Fall, der an die Öffentlichkeit kam, hätte eine Mitarbeiterin ihre Vorgesetzten gewarnt.

Die Polizei hat das Impfzentrum in Schortens nach einem Impfskandal durchsucht.

Am 13. August hatte der Landkreis die Zahlen der betroffenen Personen auf 10.813 korrigiert. Insgesamt sei jeder zehnte Einwohner im Landkreis davon betroffen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

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