Landesjägerschaft Niedersachsen setzt Belohnung aus

Erschossenen Wolf gefunden: 3000 Euro für Hinweise auf Schützen

Hannover - Nach dem Fund eines erschossenen Wolfes hat die Landesjägerschaft Niedersachsen eine Belohnung von 3000 Euro für Hinweise auf den Schützen ausgesetzt.

"Es handelt sich hier um einen schweren Verstoß gegen das Naturschutzgesetz", erklärte Florian Rölfing, der Sprecher der Landesjägerschaft, am Dienstag. Jäger hatten das tote Tier in Köhlen im Landkreis Cuxhaven entdeckt.

Auch die Umweltschutzorganisation Nabu kritisierte den "offensichtlichen Fall einer erneuten Straftat gegen das streng geschützte Tier". Allerdings hätten in Aussicht gestellte Belohnungen in der Vergangenheit nicht dazu geführt, die Täter zu ermitteln, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Daher habe er die Geschäftsführer von Bauernverband, Jagdverband und Vereinigung der Schafzüchterverbände zum Gespräch eingeladen. Es solle beraten werden, wie solche "kriminellen Auswüchse" zu verhindern seien.

Die Todesursache steht inzwischen fest: Das am Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin untersuchte Tier sei tatsächlich erschossen worden, teilte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit.

Wölfe in Niedersachsen 

In Niedersachsen wurden seit dem Jahr 2000 siebzehn tote Wölfe registriert. Drei Tiere davon wurden erschossen, einer wurde von den Behörden wegen Verhaltensauffälligkeiten getötet. Die meisten Tiere starben bei Verkehrsunfällen. Wölfe sind seit einigen Jahren wieder in Deutschland heimisch und stehen unter Artenschutz. Laut Nabu ist das unerlaubte Töten eines geschützten Toeres eine Straftat und kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa

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