Plädoyer der Verteidigung

Freispruch für 91-Jährige nach Entführung gefordert

Aurich - Eine wegen der Entführung eines Reeders aus dem ostfriesischen Leer angeklagte 91 Jahre alte Frau soll nach dem Willen ihrer Verteidigung den Gerichtssaal mit einem Freispruch verlassen.

In ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Aurich beantragte die Verteidigung zudem die Aufhebung des derzeit nur außer Vollzug gesetzten Haftbefehls, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen wegen Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub drei Jahre Gefängnis gefordert.

Für zwei weitere Angeklagte hielten die Verteidiger am Montag Haftstrafen von höchstens zwei beziehungsweise vier Jahren für angemessen. 

Die Angeklagten sollen im April 2016 bei einer fingierten Polizeikontrolle einen Geschäftsmann auf dem Weg zur Arbeit entführt und eine Million Euro Lösegeld gefordert haben. Das Geld wurde zwar zunächst an die 91 Jahre alte Mutter eines Angeklagten überwiesen, von der Bank aber wieder zurückgebucht. Das Opfer war in der Zwischenzeit freigekommen. Die Urteile werden am 6. Februar erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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