Nach Brückenkollision übernimmt Staatsanwaltschaft die Ermittlungen

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Die Brücke lässt sich nach Bahnangaben vermutlich nicht reparieren.

Weener/Aurich - Nach der Kollision eines Frachters mit der Eisenbahnbrücke in Weener hat die Staatsanwaltschaft Aurich die Ermittlungen übernommen. Geprüft werde vor allem, wer zum Unfallzeitpunkt der verantwortliche Schiffsführer war, teilte die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen am Montag mit.

Noch sei nicht geklärt, ob der 53 Jahre alte russische Kapitän oder der 57 Jahre alte deutsche Lotse die „Emsmoon“ gesteuert haben. Es gebe Hinweise, dass der Lotse selber am Steuerrad stand, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem solle noch geprüft werden, ob Kapitän und Steuermann des Frachters eine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen. Die Auswertung von Daten des Voyage-Data-Rekorders und von Stimmaufzeichnungen sei noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen. Das Schiff wurde von den Behörden freigegeben, befindet sich aber noch im Papenburger Hafen, weil die Durchfahrt unter der Brücke für Seeschiffe weiterhin gesperrt ist.

Der 100 Meter lange Frachter war am Donnerstagabend gegen die geschlossene Klappbrücke von Weener gefahren und hatte das 335 Meter lange Bauwerk in zwei Teile zerrissen. Menschen wurden nicht verletzt. Die längste deutsche Eisenbahnbrücke lässt sich nach Bahnangaben nicht mehr reparieren. Ein Neubau wird Jahre dauern. dpa

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