Krebserregende Asphaltreste verbaut

Nach Baupfusch verzögert sich Sanierung der A7

Hildesheim - Nach dem Umweltskandal beim Ausbau der Autobahn 7 in Südniedersachsen verzögert sich die Sanierung. Die ursprünglich für den Sommer geplanten Arbeiten zwischen Bockenem und dem Salzgitter-Dreieck sollen nun vom Herbst an je nach Witterung bis in das kommende Jahr hinein erfolgen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Mittwoch mit.

Beim Ausbau der Autobahn hatten Baufirmen auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt heimlich krebserregende Asphaltreste im Untergrund mitverarbeitet statt sie zu entsorgen. Während der monatelangen Arbeiten müssen Fahrspuren gesperrt werden, so dass Staus drohen.

Das Sanierungskonzept sieht für den Mittelstreifen eine Abdeckung mit Kunststoffbahnen oder speziellem Dichtungsasphalt vor. Dadurch soll das Eindringen von Regenwasser und ein Auswaschen von Schadstoffen verhindert werden. Für die Seitenstreifen wird an einem Konzept noch gearbeitet, die Arbeiten dort sind für das kommende Jahr geplant.

Die Sanierung soll rund vier Millionen Euro kosten und wird zunächst von den zuständigen Baufirmen getragen. Wie die "Hildesheimer Allgemeine" berichtete, wollen die Firmen aber vor Gericht klären, ob sie alleine verantwortlich sind, oder ob Einzelpersonen oder das Land, das die Arbeiten nicht ausreichend beaufsichtigt habe, mithaften müssen.

dpa

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