Nach Axt-Attacke auf Radler

Viereinhalb Jahre Haft für 35-Jährigen

Lüneburg - Er griff einen Radfahrer mit einer Axt an und verletzte ihn schwer: Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Lüneburg einen 35-Jährigen zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

Der Mann soll nach den ersten elf Monaten im Gefängnis in einer Entziehungseinrichtung untergebracht werden - während seiner Tat stand er unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Eine Gerichtssprecherin erläuterte am Mittwoch, im Anschluss an einen Entzug bestehe die Möglichkeit, den Rest der Strafe zur Bewährung auszusetzen. Ende Mai hatte der Täter am Elbe-Seitenkanal in Uelzen einen vorbeifahrenden Radfahrer zunächst grundlos angeschrien. Als der 59-Jährige stoppte, attackierte ihn der Mann ohne Vorwarnung mit einer Axt. Das Opfer konnte die Hiebe gegen seinen Kopf zwar abwehren, erlitt aber schwere Verletzungen am Arm.

Der Angreifer wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein Alkoholtest ergab direkt nach der Tat einen Wert von 2,45 Promille. Die Axt hatte der Mann nach Polizeiangaben zuvor in einem Baumarkt gestohlen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung plädierten vor der Urteilsverkündung am Mittwoch für eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Nebenklage erkannte in der Tat sogar einen versuchten Totschlag. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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