Nur 35,5 Tiere pro Grundstück gezählt

Vögel-Flaute in den Gärten Niedersachsens

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Amseln sind laut Nabu-Vermutungen durch Krankheiten und weniger Insekten, die als Nahrung dienen, bedroht.

Hannover - In vielen deutschen Gärten flattern in diesem Frühjahr weniger Vögel als sonst. In Niedersachsen wurden bei der „Stunde der Gartenvögel“, einer Aktion des Naturschutzbundes Nabu, in diesem Jahr im Schnitt 35,5 Vögel pro Garten gezählt.

Das war zwar etwas mehr als im Bundesdurchschnitt (33,8 Prozent), aber weniger als im vergangenen Jahr (37,6). Das teilte der Naturschutzbund am Dienstag unter Berufung auf Daten der teilnehmenden Hobby-Forscher mit.

Insgesamt sichteten die Teilnehmer bundesweit und auch in Niedersachsen am häufigsten Spatzen, vor Amseln und Kohlmeisen. In Niedersachsen erfassten die Teilnehmer in diesem Jahr mehr als 150.000 Vögel in über 4200 Gärten. „Sieben der 15 häufigsten Gartenvogelarten weisen in diesem Jahr den niedrigsten jemals pro Garten gemessenen Wert auf“, erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Nur vier Arten wurden in den üblichen Mengen gesichtet.“

Bei Amseln und Grünfinken vermuten die Naturschützer Rückgänge durch Krankheiten. Aber auch der Rückgang der Insektenzahl - und damit einer wichtigen Nahrungsgrundlage - macht sich laut Nabu bemerkbar. Zwischen dem 10. und 13. Mai wurden je eine Stunde lang an einem Ort die vorkommenden Vögel erfasst.

dpa

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