Mutmaßlicher Drogendealer wegen Mordversuchs vor Gericht

Osnabrück - Ein mutmaßlicher Drogenhändler steht seit Mittwoch wegen eines versuchten Mordes in Osnabrück vor Gericht. Der 23 Jahre alte Mann soll im vergangenen Dezember bei der Flucht vor dem Hafttermin in Nordhorn den Auslieferungsfahrer einer Apotheke lebensgefährlich verletzt haben.

Das Opfer hat laut Staatsanwaltschaft unter anderem ein offenes Schädelhirntrauma dritten Grades erlitten, nachdem der Angeklagte ihm mit massiver Gewalt einen Gegenstand gegen den Kopf geschlagen hat. Damit habe der 23-Jährige den Tod seines Opfers billigend in Kauf genommen. Der Kurierfahrer schwebte in akuter Lebensgefahr und befindet sich bis heute in medizinischer Behandlung, sagte ein Gerichtssprecher.

Der mit zwei Messern bewaffnete Mann wurde laut Anklage am 3. Dezember gefasst, als er Marihuana aus denNiederlanden nach Deutschland geschmuggelt haben soll. Am Tag darauf sollte der aus dem ostwestfälischen Minden stammende Mann dem Haftrichter am Amtsgericht Nordhorn vorgeführt werden. Dabei entkam er trotz Handfesseln aus dem Polizeiwagen und flüchtete mit einem Fahrrad. Den Auslieferungsfahrer habe er angegriffen, um das Fahrzeug, Bargeld und Medikamente an sich zu bringen. Das Gericht hat bis Ende Juli fünf Fortsetzungstermine angesetzt.

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