Dramatische Erkenntnis

Mund-Nasen-Masken in der Umwelt: „Das Tiersterben hat längst begonnen“

Viele Tiere leiden unter der Umweltverschmutzung. Seit der Corona-Pandemie ist mindestens ein weiteres Problem dazugekommen.

Hannover – Seit dem Ausbruch des Coronavirus ist der Mund-Nasen-Schutz und die Maskenpflicht fester Bestandteil unseres Alltags geworden. So wie es aussieht, wird sich das auch nach der Pandemie nicht ändern. Ob im Wartezimmer oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, viele Expertinnen und Experten sprechen sich für generelles Maskentragen an bestimmten Orten aus – so wie es in anderen Teilen der Welt bereits vor Corona üblich war.

VereinPETA Deutschland e.V.
Gründung 22. März 1980, Rockville, Maryland, Vereinigte Staaten
HauptsitzNorfolk, Virginia, Vereinigte Staaten
GründerIngrid Newkirk, Alex Pacheco

Im Verlauf der Pandemie ist allerdings immer deutlicher geworden, dass weggeworfene Masken – insbesondere Einwegmasken – nicht nur die Umwelt, sondern auch die Tierwelt gefährden. „Masken stellen - ähnlich wie Plastiktüten - in unseren Zeiten eine extrem große Gefahr für Wildtiere und Umwelt dar, da sie ein Alltagsgegenstand sind, der quasi von allen Menschen regelmäßig benutzt und oft achtlos weggeworfen wird“, sagt Nadja Michler, Fachreferentin im Bereich Wildtiere bei der PETA Deutschland.

Corona-Müll: Qualvoller Tier-Tod durch weggeworfene Masken

Zur tödlichen Gefahr werden Masken unter anderem, wenn sich Tiere in den Masken verfangen und sich damit im schlimmsten Fall strangulieren oder wenn sie versuchen, die Masken zu essen. Oft tritt ihr Tod dann qualvoll ein: „Das stille Sterben der Tiere durch unsachgemäß entsorgte Schutzkleidung hat längst begonnen!“, sagt Prof. Dr. Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Immer wieder landet Müll - wie Masken und Zigaretten - in der Umwelt und gefährdet Tiere.

„Einmal-Masken benötigen sehr lange, um sich zu zersetzen und sind damit über Jahrzehnte eine Gefahr für Tiere“, so Michler von PETA. „Vögel verwenden das Material zudem häufig auch zum Nestbau, ihre Küken können sich an den Bändern somit leicht erwürgen“, so Michler weiter.

PETA: Masken immer häufiger an Strände angespült

Auch an Stränden würden immer mehr Mundschutzmasken angespült werden. Dies berichtete die Meeresschutzorganisation „Oceans Asia“. Das Vlies der Einweg-Masken bestehe häufig aus PP (Polypropylen) oder Polyester, zerfalle mit der Zeit in Mikroplastik und nehme dabei Umweltgifte auf. Zudem sei es noch mit Keimen belastet, die auch in die Umwelt gelangen würden.

Je nach Maske kann es bis zu 450 Jahren dauern, bis sich diese vollständig zersetzt hat. Meerestiere verwechseln diese Partikel häufig mit Nahrung und verschlucken sie. Auch Wasservögel, wie Enten oder Möwen verheddern ihre Beine oder Schnäbel darin, und ertrinken oder verhungern.

„Die Folgen für unsere Wildtiere durch Covid-19-Müll sind nicht abzusehen“, sagte Hackänder. Er bezeichnet eine niederländische Studie zu dieser Thematik, die im Fachmagazin „Animal Biology“ veröffentlich wurde, nur als die Spitze des Eisberges. Das Problem sei demnach nicht nur auf Masken zu beschränken.

Corona-Masken: Tierschutz-Tipps von Peta

Michler gibt wichtige Tipps, um die Bedrohung für Tiere zu senken: „Benutzte Masken gehören nicht in die gelbe Tonne, sondern immer in den Restmüll.“ Zudem solle man keine Einweg-Masken verwenden oder zumindest die Gummibänder vor dem Entsorgen zerschneiden, damit sich Tiere darin nicht verheddern können. Zuletzt waren FFP2-Masken im Test. Stiftung Warentest hat nur vier Modelle empfohlen.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Hendrik Schmidt

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